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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Keine kostenlosen Schüler-Tickets?
 
Streicht Stadt Schülerkarte?
Zwischenüberschrift:
Stadt will sparen: Freifahrt nur noch ab einem Kilometer Schulweg
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
hin Osnabrück. Schüler, die in der Nähe ihrer Schule wohnen, bekommen möglicherweise bald keine Busfahrkarten mehr von der Stadt geschenkt.
hin Osnabrück. Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten hatte die Stadtverwaltung Ende vergangenen Jahres die Schülerbeförderung als einen von 49 Posten auf die Sparliste gesetzt. Um diese Konsolidierungsliste wird jetzt politisch gerungen. Am kommenden Donnerstag wird sich der Schul- und Sportausschuss mit der Schülerbeförderung befassen.
Nach dem Willen der Verwaltung soll wieder eine Entfernungsgrenze eingeführt werden. Sie soll bei Grundschülern bei einem Kilometer liegen. Das bedeutet: Eine kostenlose Fahrkarte erhalten nur noch die Schüler, deren Schulweg länger als ein Kilometer ist. Für Schüler der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) soll die Grenze bei 1, 5 Kilometern gezogen werden.
Das wäre die Rückkehr zu der Regelung, die bis 1990 galt. Die Grenze lag damals bei 1, 5 Kilometern für Grundschüler und stieg mit dem Alter der Kinder an. Abgeschafft wurde die Regelung aus Sicherheitsgründen: Eine bundesweite Studie hatte belegt, dass Schulkinder, die mit dem Rad zur Schule fuhren, häufiger verunglückten als Fahrschüler.
4, 9 Millionen kostet der Schülertransport die Stadt jährlich, das sind 27, 30 Euro pro Monat und Kind, unabhängig davon, ob das Kind den Bus nutzt. Das Land bezuschusst jede Fahrkarte im Schnitt mit etwa 23 Euro. Der Landeszuschuss würde durch eine Neureglung nicht gefährdet, denn er wird nach den Fahrplankilometern bemessen und nicht nach der Zahl der Schülertickets. 14 000 Osnabrücker Schüler kommen in den Genuss der kostenlosen Fahrkarte. Die Schülertickets gelten für die Linie von zu Hause zur Schule und für eine weitere Linie nach Wahl.
Nach Einschätzung der Verwaltung nutzen 60 bis 70 Prozent der Grundschüler die Fahrkarte nicht für den Schulweg, sondern ausschließlich in ihrer Freizeit. " Die Finanzierung einer Schülerfreizeitkarte ist aber nicht Aufgabe des Schulträgers", heißt es in der Vorlage der Verwaltung für die Politiker. An den Schulen der Sekundarstufe I liegt der Anteil der Schüler, die nicht mehr in den Genuss der Freifahrt kämen, bei etwa 30 Prozent. Die Entfernungsgrenzen hält Fachbereichsleiter Hans-Georg Freund für " zumutbar".
Der Fachbereich Schule würde jährlich 1, 8 Millionen Euro sparen. Würde die Regelung schon zum neuen Schuljahr eingeführt, blieben 717 000 Euro in der städtischen Kasse. Das ist aber nur die halbe Rechnung, denn was die Stadt spart, nehmen die Stadtwerke weniger ein. Dadurch sinken der Gewinn der Stadtwerke und die Ausschüttung an die Stadt. " Gesamtstädtisch betrachtet", so Freund, bliebe unterm Strich eine Ersparnis von 600 000 Euro . Bildtext: 14 000 Schulkinder dürfen jeden Tag kostenlos mit dem Bus zur Schule fahren und können das Ticket auch in der Freizeit einsetzen. Die Stadt will den kostenlosen Service auf Schüler begrenzen, die einen längeren Schulweg haben.
Foto:
Gert Westdörp

Der richtige Weg

Natürlich ist es für viele Familien ärgerlich, wenn die Kinder bald nicht mehr auf Kosten der Stadt mit dem Bus zum Training fahren können. Natürlich wird es Streit mit Eltern darüber geben, ob ein Schulweg zumutbar″ ist. Dennoch ist es richtig, dass die Stadt die Schülerbeförderung neu regeln will. Die Ersparnis wird zwar zunächst zur Haushaltssanierung eingesetzt. Sie wird langfristig aber dazu dienen können, Familien zu helfen, die es wirklich nötig haben.
Die Kürzungspläne wären längst vom Tisch, wenn der Landeszuschuss (wie vor 2006) weiter an die Zahl der Schülertickets gekoppelt wäre. Den Stadtwerken wären Gelder entgangen, und der geringe Spareffekt für die Stadt hätte die Nachteile für die Eltern nicht gerechtfertigt. Aber jetzt ist der Weg frei.

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück muss sparen. Deshalb sollen jetzt auch die kostenlosen Schülerbusfahrkarten gestrichen werden zumindest teilweise. Den Freifahrtschein bekommen nur noch die Kinder, die mehr als einen Kilometer von der Grundschule bzw. 1, 5 Kilometer von der weiterführenden Schule entfernt wohnen.
Der Fachbereich Schule würde jährlich 1, 8 Millionen Euro sparen. Würde die Regelung schon zum neuen Schuljahr eingeführt, blieben 600 000 Euro in der städtischen Kasse.
14 000 Osnabrücker Schüler kommen in den Genuss der kostenlosen Fahrkarte. Sie gilt für die Linie von zu Hause zur Schule und für eine weitere Linie nach Wahl. Nach Einschätzung der Verwaltung nutzen 60 bis 70 Prozent der Grundschüler die Fahrkarte ausschließlich in ihrer Freizeit.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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