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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Noch klebt Erde am Spaten
Zwischenüberschrift:
Sonniges Wetter täuscht über Winter hinweg: Bepflanzen ist noch zu früh, Baumschnitt aber gerade richtig
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bildtext: Kraftvoll stößt Emil Zuleia den Spaten in den Boden, hebt die Erde aus und zeigt anschließend den Spaten vor: Daran klebt reichlich Erde. Es ist noch keine Pflanzzeit, erklärt Zuleia. Der Boden ist zu feucht. Auf dem Programm stehen eher Bäumebeschneiden und Abgestorbenes entsorgen. Fotos: Klaus Lindemann Text: Von Cathrin Mahns Osnabrück. Bei so viel Sonnenschein wie in den letzten Tagen lacht die Seele, keine Frage. Das viele Licht weckt alle Lebensgeister auch im Garten tut sich allerhand. Doch Vorsicht: nicht zu früh mit der Gartenarbeit loslegen. Denn auch wenn jetzt die Sonne scheint Väterchen Frost liegt noch auf der Lauer.
Der Spatentest beweist es: Der Boden ist noch zu feucht, er bleibt am Spaten kleben. Erdarbeiten machen noch keinen Sinn, meint Emil Zuleia, Gartenbesitzer bei der deutschen Scholle; zumal es eigentlich noch Winter ist und es jederzeit wieder frieren kann. Der Rat vom gelernten Gärtner lautet daher: " Erst mal Ruhe bewahren", und das bis Anfang März, sagt Stefan Otte, Leiter des Grünservice Nord. Doch die Stadtgärtner sind trotzdem schon fleißig: Zum Monatsende sollen alle Bäume in der Stadt beschnitten sein. Denn dann beginnen die Vögel schon wieder, ihre Nester zu bauen, erklärt Otte.
" Das ist jetzt so eine Grenzzeit", sagt auch Margret Schmidt, Fachberaterin beim Kleingartenverein Deutsche Scholle. und schiebt eine ganze Schubkarre voll Totholz also abgestorbene Pflanzen in Richtung Kompost. Die Rentnerin steht schon seit dem Morgen in ihrem Kleingarten. " Bei dem Wetter hält es mich nicht lange drinnen", lacht die Gärtnerin aus Leidenschaft. Die Hecken und Beete ihres Kleingartens hat sie nun von allem Totholz befreit eine der typischen, eher unspektakulären Arbeiten, die momentan in jedem Garten anstehen.
Aber es gibt noch mehr zu tun, da stimmt Schmidt mit den Stadtgärtnern überein: " Baumschnitt kann man schon machen", sagt sie. Nur nicht, wenn draußen gerade Temperaturen unter Null Grad herrschen. Aufpassen sollte man dabei aber bei den Rosen, Johannis- und Stachelbeersträuchern. Die haben bereits stark ausgetrieben, so dass nur noch wenig Grün weggenommen werden sollte, empfiehlt Schmidt.
Wer sich zur gründlichen Gartenpflege berufen fühlt, kann auch seinem Obstbaum noch etwas Gutes tun: Den Stamm von trockener Rinde und Moos befreien und ihn anschließend mit Kalk bestreichen. Der dunkle Stamm erwärmt sich so weniger stark in der Sonne, da das Weiß des Kalks die Sonne reflektiert. Überhitzt sich der Stamm nämlich, kann er aufplatzen und so dem Baum erheblich schaden.
Ihren Rasen lässt Margret Schmidt vorerst in Ruhe. Lediglich das Laub hat sie abgeharkt, düngen wird sie erst später im Jahr. Die ersten Blümchen wie Schneeglocken und Winterlinge hat die Expertin ebenfalls vom Laub befreit und das Beet vorsichtig vom Rand her etwas aufgelockert.
Zu guter Letzt hat die 61-Jährige noch einen vielleicht eher unliebsamen Tipp parat: Jetzt ist die richtige Zeit, um den Komposthaufen umzusetzen. Na dann, gut Grün! Bildtext: Start in die Gartensaison: Margret Schmidt ist früh dran. Das Verkehrszeichen war ein Geburtstagsgeschenk .
Autor:
Cathrin Mahns


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