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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Praktisch und anregend gestaltet"
Zwischenüberschrift:
Früher und heute: Lehrerausbildung am Schloss
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Marie-Luise Braun Osnabrück. " Das neue Hörsaalgebäude am Schloss ist fertiggestellt", schrieb die Neue Osnabrücker Zeitung am 26. April 1974. Das sogenannte " Erweiterungsgebäude" an der Seminarstraße 20 war nach dem Allgemeinen Verfügungszentrum (AVZ) am Westerberg der zweite Neubau, den die damals frisch gegründete Universität bezogen hatte.
Von Marie-Luise Braun
Osnabrück. Nach nur 18 Monaten Bauzeit wurde das Haus schlüsselfertig von der Arbeitsgemeinschaft mittelständischer Osnabrücker Bauunternehmer an die Universität übergeben. Auf dem aktuellen Foto ist es links zu sehen.
Entworfen wurde das Gebäude vom Staatshochbauamt in Zusammenarbeit mit der Abteilung Osnabrück der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen. Elf Millionen Mark hatte das Gebäude gekostet, ohne Einrichtung und ohne Außenanlagen.
1974 war die Universität aus der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen hervorgegangen, die bereits damals im ehemaligen fürstbischöflichen Schloss untergebracht war. Nun sollte Platz für mehr Studierende geschaffen werden: 600 bis 800 Kommilitonen sollten in dem neuen Gebäude studieren.
Auf 6200 Quadratmetern standen nun Seminarräume und Hörsäle für sie bereit, die " praktisch und anregend gestaltet" und voll klimatisiert waren. Außer Räumen für die Biologie und die Chemie gab es " eine räumlich und technisch umfangreiche Unterrichtsmitschauanlage für die Aufzeichnung und Wiedergabe von hochschulbezogenen Fernsehaufnahmen", wie es 1974 in einem Bericht etwas umständlich formuliert war. Videostudio würde es heutzutage kurz heißen.
Bevor das Erweiterungsgebäude errichtet worden war, wurde an dieser Stelle Sport getrieben: Hinter einer sachlich strengen Fassade befand sich die Turnhalle der Hochschule.
Benannt ist die Seminarstraße nach dem Evangelischen Schullehrerseminar, das zuvor auf dem Grundstück gestanden hatte. Hier wurden Lehrer für Volks- und Realschulen ausgebildet. Später zog die Gewerbliche Berufsschule in das Haus ein, von dem aber nach dem 2. Weltkrieg nur noch eine Ruine übrig war.
Im Hintergrund der beiden Bilder ist das ehemals fürstbischöfliche Schloss zu sehen. Erbaut wurde das barocke Gebäude zwischen 1667 und 1675 als Residenz für Ernst-August I. von Braunschweig-Lüneburg und seine Frau Sophie von der Pfalz. Im 2. Weltkrieg wurde es bis auf die Grundmauern zerstört. Nach dem Wiederaufbau des Gebäudes zog 1953 die nach Adolf Reichwein benannte Pädagogische Hochschule ein.
In dem hellen Haus, das rechts auf der aktuellen Aufnahme zu sehen ist, befindet sich das " StudiOS", ein Servicegebäude für Studierende von Universität und Fachhochschule. Erbaut wurde das Bürohaus in den 50er Jahren für die Allgemeine Ortskrankenkasse AOK.
Bilduntertitel
An der Seminarstraße stand 1913 das Evangelische Schullehrerseminar (links), hier zog später die Gewerbliche Berufsschule ein. Im Hintergrund: das Schloss. Die Ansichtskarte stammt aus dem Buch Alt-Osnabrück. Erschienen ist es im Verlag H. Th. Wenner.
Als zweiter Neubau der frisch gegründeten Uni wurde das EW-Gebäude (links) im April 1974 eröffnet. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Marie-Luise Braun


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