User Online: 1 | Timeout: 18:36Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bundesumweltministerium fördert Hightech-Anlage mit 1,3 Millionen Euro
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
rll Osnabrück. Bei KME in Osnabrück steht der wohl sauberste Schmelzofen für Kupfer weltweit. Beim Recycling erspart er dem Werk mehrere Arbeitsschritte, zugleich werden die Schadstoffe wirksam zurückgehalten. Das Bundesumweltministerium hat die Entwicklung des Raffinationsofens mit 1, 3 Millionen Euro gefördert.
Anders als bei herkömmlichen Schmelzöfen muss das Ausgangsmaterial nicht mehr aufwendig gereinigt werden. Das gilt vor allem für ölhaltige Kupferspäne oder kunststoffummantelte Leitungen. In der 1200 Grad heißen Glut werden die anhaftenden Stoffe gleich mitverbrannt. Damit kann KME zumindest tendenziell Erdgas sparen, denn die Wärme kommt der Schmelze direkt zugute. Und die Schadstoffe müssen nicht wie bei konventionellen Öfen nachverbrannt werden. Alle Prozesse finden im geschlossenen System statt. Da genügt es, die Abluft in einer Entstaubungsanlage zu reinigen.
Das Verfahren für den Raffinationsofen sei nicht ganz neu, sagt KME-Werksleiter Dr. Reinhardt Ax, denn es wird schon seit Jahren in der Aluminiumindustrie eingesetzt. Beim Kupfer handle es sich jedoch um eine echte Premiere. In den neuen Ofen sei " sehr viel Know-how auch von unserer Seite eingeflossen", vermerkt Ax nicht ohne Stolz.
Weil Kupfer andere physikalische Eigenschaften hat als Aluminium, mussten die Bauteile grundlegend umkonstruiert werden. KME fand einen Partner in der IAG GmbH aus Georgsmarienhütte, die auf Erfahrungen beim Bau von Zementöfen zurückgreifen konnte. Die Entwicklungs- und Baukosten werden mit 5, 2 Millionen Euro beziffert, ein Viertel davon hat das Bundesumweltministerium übernommen.
Zurzeit arbeiten die Techniker an der Optimierung des Hightech-Ofens. Um Schmutzpartikel aus dem flüssigen Kupfer zu entfernen, blasen sie Sauerstoff oder Stickstoff durch spezielle Düsen in die Schmelze. Unerwünschte Bestandteile verbinden sich so mit der Schlacke, die obenauf schwimmt und mit einem stählernen Rechen entfernt werden kann.
2000 Tonnen Kupfer will KME monatlich mit dem neuen Ofen herstellen. Das macht nur ungefähr 15 Prozent vom Gesamtausstoß aus. Die innovative Technik eignet sich nämlich nicht für alle Produkte aus dem Osnabrücker Werk. Kupfer mit extrem hoher Leitfähigkeit für Strom oder Wärme muss weiterhin in den konventionellen Schmelzöfen hergestellt werden.
Dabei sind die Unterschiede, rechnerisch gesehen, minimal: Werksleiter Ax unterscheidet nämlich zwischen einem Kupferanteil von 99, 9 oder 99, 99 Prozent.
Bilduntertitel
Hydraulisch öffnet sich die Tür zum neuen Raffinationsofen von KME. In der Brennkammer wird Kupfer bei einer Temperatur von 1200 Grad geschmolzen. Foto: Jörn Martens
Autor:
rll


Anfang der Liste Ende der Liste