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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schnupperstunde mit Rettungshündin Lena
Zwischenüberschrift:
Backhausschüler hatten Besuch mit besonderen Fähigkeiten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Anne Reinert Osnabrück. Lena ist zwei Jahre alt und schon in der Ausbildung. Aber Lena ist auch kein Mensch, sondern eine Hündin. Ein Harzer Fuchs. " Das ist eine alte Hütehundrasse", erklärt Frauchen Sylke Bensmann. Ausgebildet wird sie zum Mantrailer. Was das ist, lernten Grundschüler gestern in einer besondern Schulstunde.
Die Hündin ist ganz aufgeregt, als Sylke Bensmann sie in die Turnhalle der Backhausschule führt, wo die Kinder der Kooperationsklasse schon warten. Zumal ihr Frauchen ihr auch noch die Hundedecke umbindet. Das ist für Lena eigentlich das Signal, dass sie nun eine Fährte aufspüren soll. Doch hier soll sie niemanden suchen. Stattdessen darf die Hündin sich von den Kindern streicheln lassen.
Eigentlich ist Sylke Bensmann Hausmeisterin an der Backhausschule. Doch ehrenamtlich arbeitet sie auch als Hundeausbilderin bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailer Osnabrück. Drei Hunde macht sie derzeit zu Mantrailern. Das sind Spürhunde, die in bewohnten Gebieten Menschen suchen. Seit einem Jahr gibt es die Arbeitsgemeinschaft in Osnabrück. Bensmann hat mit ihrem Mann Bernhard außerdem die Flächenspürhunde Dina und Paula. Und seit 2003 haben die Bensmanns sogar Rettungshunde, die schon bei Einsätzen waren.
Das Ehepaar Bensmann und Marlies Marks von der Arbeitsgemeinschaft waren mit vier Hunden in die Grundschule gekommen: mit Lena, Blindenhund Nina sowie Dina und Paula. Sinn der besonderen Lehrstunde war es, die Kinder in Kontakt mit Hunden kommen zu lassen und ihnen dabei eventuelle Ängste zu nehmen.
Dazu gehörte auch Theorie. Marlies Marks erklärte den Viertklässlern, wie sie sich verhalten müssen, wenn sie mit Hunden umgehen. Da gibt es Regeln wie Hunden nicht den Kopf von oben zu tätscheln, sondern sie von der Seite zu streicheln, ihnen nicht ihr Futter wegzunehmen und darauf zu achten, in welcher Stimmung sie sind. Das ist an der Rute zu erkennen, die bei guter Laune fröhlich hin- und herwackelt.
Wenn sie in Schulen gingen, an denen es ältere Schüler gebe, würden sie auch mehr zum Thema Mantrailing erklären, sagt Sylke Bensmann. In einer Grundschule fangen die Hundeführer aber erst einmal mit grundlegenden Dingen an.
Was wäre allerdings ein trockener Unterricht ohne Praxis? Und so geht es schließlich auf den Schulhof, wo Schüler und Hunde Verstecken spielen. Je zwei Schüler suchen sich ein Versteck, die Flächenspürhunde Dina und Paula suchen sie. Das ist für Kinder und Tiere ein Spiel. Und für Dina und Paula nicht schwer. Sie sind mit ihren fünf und sechs Jahren schließlich alte Hasen im Geschäft. Entschuldigung, Hunde natürlich.

Bilduntertitel
Keine Berührungsängste hatte die Hündin Lena bei den Kindern der Backhausschule. Unaufgefordert sprang sie auf die Bank zwischen Michael (links) und Mergin. Aber auch die Kinder hatten Spaß mit dem tierischen Besuch. Foto: Elvira Parton
Autor:
Anne Reinert


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