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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sie wollen die Welt bewegen
Zwischenüberschrift:
Wölfer Maschinenfabrik wächst, wächst und wächst
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin Osnabrück. " Wölfer bewegt die Welt": Mit diesem Satz beginnt die Firmenpräsentation. Na ja, ist das nicht ein bisschen dick aufgetragen für einen überschaubaren 100-Mann-Betrieb im Sutthauser Industriegebiet?
hin Osnabrück. Ist es nicht, wie sich herausstellt. Denn die Franz Wölfer GmbH baut Elektromotoren für Schiffe und Hafenkräne. " Hamburg und Antwerpen, das sind klassische Wölfer-Häfen", sagt Geschäftsführer Franz-Josef Hemesath (54). Aber auch Kräne in den Häfen Chinas, Koreas, Südamerikas, den USA oder der arabischen Welt ziehen ihre Kraft aus Wölfer-Motoren, die die Sutthauser Mannschaft konstruiert und gebaut hat. Der Betrieb profitiert vom wachsenden Transportmarkt. Immer mehr Container werden auf immer größeren Schiffen um die Welt geschickt.
" In den letzten vier Jahren haben wir unsere Leistung verdoppelt und 33 neue Mitarbeiter eingestellt", sagt Geschäftsführer Hemesath. Die Produktionshalle an der Industriestraße in Sutthausen ist längst zu klein geworden. Die Werkbänke stehen eng beieinander, jeder Quadratzentimeter Arbeitsfläche scheint ausgereizt. Es fehlt nicht mehr viel, und die Mitarbeiter stehen sich gegenseitig im Weg. So weit soll es nicht kommen: In diesem Jahr investiert Wölfer sieben Millionen Euro in zwei neue Hallen von 1000 und 2000 Quadratmetern Grundfläche. Die Produktionsfläche wird damit mehr als verdoppelt. Gerade erst hat der Betrieb eine Million Euro in eine neue Prüfanlage investiert. Es ist die modernste Anlage zum Testen von Elektromotoren in Norddeutschland.
Motoren könnten viele bauen, sagt Hemesath. Wölfers Stärke seien die Flexibilität und der Erfindungsreichtum: " Mit unserer Technologie sind wir der Konkurrenz zwei Jahre voraus." Ein Beispiel: Ein Hafenbetreiber brauchte besonders lärmarme Motoren für die Kräne, weil die Lärmemissionen kritische Werte erreichten. Wölfer konnte helfen.
Mitarbeiter gesucht
102 Menschen arbeiten für das Unternehmen, " Arbeit hätten wir für 120", meint der Chef. Und das ist das Problem. Es gibt zu wenig Facharbeiter und Ingenieure. Hemesath umwirbt die Maschinenbaustudenten an der Fachhochschule, findet aber nicht genug Gehör. " Man kennt uns zu wenig", erklärt der Kaufmännische Leiter Arnd L. Frauendorf.
Das Betriebsklima sei sehr gut, die Zufriedenheit der Mitarbeiter hoch und die Bezahlung überdurchschnittlich. " Gute Arbeit wird auch gut bezahlt", und ein ordentlicher Verdienst stärke die Motivation. Allerdings, schränkt Hemeseath ein: " So gut wie Karmann können wir nicht bezahlen." Gleichwohl: In den letzten Jahren gab es zu Weihnachten immer eine Extraausschüttung von drei bis sechs Prozent vom Jahresbruttolohn.
Der Betrieb ist, einfach gesagt, das Gegenmodell zu Nokia: bodenständig, fair, verantwortungsbewusst. Aber ähnlich dynamisch, innovativ und weltgewandt wie der Handyhersteller. Fünf junge Leute, angeblich " nicht ausbildungsfähig", hat der Betrieb im Herbst eingestellt. Sie seien auf gutem Wege, sich einen Ausbildungsplatz zu erarbeiten, sagt Hemesath. Auch Leute über 55 mit Erfahrung, Augenmaß und Engagement nimmt er gerne. " Wir nehmen auch Autoschlosser. Wichtig ist, dass die Leute die Grundvoraussetzungen mitbringen, den Rest lernen sie hier."
Bilduntertitel
Elektromotoren für Hafenkräne und Schiffe baut die Firma Wölfer in Sutthausen, die in diesem Jahr sieben Millionen Euro in neue Werkshallen investiert. Nur ein Problem beschäftigt Geschäftsführer Franz-Josef Hemesath (links) und Prokurist Arnd L. Frauendorf: Es gibt zu wenig Facharbeiter. Foto: Gert Westdörp
Autor:
hin


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