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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Raum reicht nicht mehr
Zwischenüberschrift:
Synagoge und Gemeindezentrum sollen erweitert werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
fhv Osnabrück. Die Jüdische Gemeinde will ihre Synagoge und das Gemeindezentrum in der Barlage erweitern: " Wir sind so gewachsen, dass es an den hohen Feiertagen schon problematisch wird", sagt der Vorsitzende Michael Grünberg, " die Räume reichen nicht mehr aus."
1969 wurden die Synagoge und das jüdische Kulturzentrum in der Barlage eingeweiht. Es sei " fantastisch" gewesen, und die damals Verantwortlichen hätten zwar mit der Vision einer lebendigen jüdischen Gemeinde gebaut, aber die inzwischen eingetretene Entwicklung doch nicht voraussehen können. " Jetzt müssen wir diesen Bau der Realität anpassen."
Grünberg bezieht sich dabei auf eine Geschichte mit Höhen und Tiefen: Hatte die jüdische Gemeinde 1868 etwa 100 Mitglieder, so sank ihre Zahl in den Folgejahren kontinuierlich ab. 1989 waren es noch 69 Personen, und mitunter sei es schon schwierig gewesen, die vorgeschriebene Zahl von zehn Männern zum Gottesdienst zusammenzubekommen. Dann aber fielen die Grenzen im Osten, und die Sowjets erlaubten Menschen jüdischen Glaubens als sogenannten " Kontingentflüchtlingen" die Ausreise. So ist die Zahl der Gemeindemitglieder auf heute 950 gestiegen. " Ein aktives und nicht improvisiertes Gemeindeleben ist unter diesen Umständen nicht mehr möglich."
Der Vorstand um Michael Grünberg hat deshalb in den letzten Jahren einen Plan für die Erweiterung von Synagoge und Gemeindezentrum auf den Weg gebracht. Der Plan des Architekten Prof. Alfred Jacoby aus Frankfurt respektiert einerseits die Grundkonzeption der Synagoge, erweitert den Bestand aber andererseits durch einen Kranz von vorgelagerten eingeschossigen Funktionsräumen. Der eigentliche Sakralraum soll dabei mit einer neuen, größeren Empore und durch Aufhebung der Trennwände zum Foyer erweitert werden. Ein neuer Eingang von der Straßenseite anstelle des bisherigen Zugangs vom Innenhof steht zudem für ein gewandeltes Verhältnis zur Öffentlichkeit.
3, 6 Millionen Euro wird der Umbau kosten. Je ein Drittel steuern das Land und die Gebietskörperschaften der Region bei, das letzte Drittel muss die Jüdische Gemeinde finanzieren. Wenn alles gutgeht, soll im Sommer Baubeginn sein: " Unser Ziel ist es, im Herbst 2009 wieder einziehen zu können", sagt Grünberg.

Bilduntertitel
Die Pläne zum Umbau von Synagoge und Gemeindezentrum in der Barlage präsentiert hier Michael Grünberg. Er ist Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde des ehemaligen Regierungsbezirks Osnabrück. Foto: Gert Westdörp


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