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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Abschied voller Wehmut
Zwischenüberschrift:
Reformierte räumen dritte Kirche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
lud Osnabrück. Unter der achteckigen Holzkuppel der Erlöserkirche sitzen die Menschen dichtgedrängt beieinander, einige müssen stehen. Sie feiern einen besonderen Gottesdienst: Es wird der letzte sein, den die evangelisch-reformierte Gemeinde Osnabrück in den Räumen begeht. Denn diese sind an die Evangelischen Stiftungen Osnabrück verkauft.
lud Osnabrück. Die Erlöserkirche ist das letzte von drei Gotteshäusern der Gemeinde, das aus finanziellen Gründen geschlossen wird: Die Gnadenkirche weicht einer Kindertagesstätte, in der Atterkirche entsteht ein Bürgertreff für Kinder- und Jugendliche. Fortan sind die Friedenskirche und die Bergkirche Treffpunkte für die Evangelisch-Reformierten, die in Osnabrück 5800 Mitglieder zählen.
" Wir sehen uns wieder", sagten die Menschen, als sie sich nach der Messe von Pastor Günter Baum verabschieden. Denn ab dem kommenden Sonntag feiern sie den Gottesdienst in der Bergkirche.
Die Gemeindemitglieder Christa Wöhrmann und ihr Bruder Ulrich Schulze freuten sich über die Möglichkeit eines Abschiedes mit der Kirche. Sie hatten bereits die Eröffnung im Jahre 1966 miterlebt. " Der Verkauf ist natürlich schade, aber das bedeutet nicht, dass wir den Kontakt zur Gemeinde verlieren werden", sagte Christa Wöhrmann. Sie ist in einer kirchlichen Gruppe tätig. " Damit der Weg zu den Treffen nicht so weit ist, stellt uns die lutheranische Matthäus-Gemeinde einen Raum zur Verfügung."
Für beide Geschwister ist es ein Trost, dass auch diese kirchlichen Gebäude wieder einem sozialen Zweck zugeführt werden sollen. Im denkmalgeschützten Hauptgebäude werden kulturelle Veranstaltungen, beispielsweise Lesungen und Ausstellungen, stattfinden. Die Evangelischen Stiftungen planen außerdem, auf dem übrigen Grundstück seniorengerechte Wohnungen zu bauen. Der Erlös aus dem Verkauf finanziert eine Sanierung der Bergkirche und des zugehörigen Gemeindehauses mit.
Pastor Günter Baum bleibt seiner Gemeinde weiterhin treu: " Ich bin einen Kilometer stadteinwärts gezogen. Die Seelsorgetätigkeiten werde ich weiterhin in den Stadtteilen ausüben", sagte er. In seiner Predigt bezog er den zeltförmigen Bau mit ein, denn " ein Zelt wird nicht für die Ewigkeit aufgeschlagen". Er bezeichnete den abschließenden Gottesdienst als sehr wichtig, da Menschen Rituale bräuchten. Den Gewinn der Maßnahme für die Gemeinde " spüren wir erst später", glaubt er.

Bilduntertitel
Nach dem letzten Gottesdienst in der Erlöserkirche sagte Pastor Günter Baum den Mitgliedern der evangelisch-reformierten Gemeinde Auf Wiedersehen. Foto: Egmont Seiler
Autor:
lud


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