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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lärm, Dreck, Schadstoffe
Zwischenüberschrift:
Stadt legt einen Masterplan Mobilität auf und will dabei vor allem den Lkw-Verkehr begrenzen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hmd Osnabrück. Die Prognose des Bundesverkehrsministeriums lautet so: Bis 2025 werde sich die Lkw-Frachtmenge um 84 Prozent erhöhen. Eine drastische Zunahme des Lkw-Verkehrs in der Stadt erwarten die städtischen Verkehrsplaner allerdings nicht.
hmd Osnabrück. Erst gab es einen Generalverkehrsplan, dann 1992 einen Verkehrsentwicklungsplan, und im kommenden Jahr kommt nun der von der Stadt in Auftrag gegebene " Masterplan Mobilität". Nicht nur der Verkehr, sondern auch die Namensgebung der flankierenden Maßnahmen entwickelt sich offensichtlich weiter. Schließlich fließen in das Konzept die Ergebnisse einer Reihe von Untersuchungen ein.
Die für Autofahrer offenkundig gewordene Arbeit zunächst: Bereits im vergangenen Herbst hatte die Verwaltung Verkehrszählungen an den Hauptverkehrsknotenpunkten durchgeführt. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Frühjahr vorliegen, schätzt Heike Stumberg, Fachdienstleiterin Verkehrsplanung.
Schon zuvor hatten die Mitarbeiter allerdings festgestellt, dass sich der Lkw-Anteil am Verkehrsaufkommen stetig um die vier Prozent bewegt, auch wenn Baustellen oder andere Störungen auf den umliegenden Autobahnen vereinzelt zu höheren Belastungen geführt hatten, so sagte Stumberg.
Da auch der Gesamtverkehr in den vergangenen Jahren nur geringfügig zugenommen hat, erwartet Franz Schürings, Fachbereichsleiter Städtebau, auch angesichts der Studie " keine spürbaren und messbaren Verschlechterungen" für Osnabrück. Denn die Zunahme des Lastverkehrs betreffe hauptsächlich überörtliche Verbindungen.
Lärm und Luftschadstoffe sind weitere Faktoren für den " Masterplan Mobilität". Ein Schallimmissionsplan liegt bereits vor. Daran angelehnt, hat der Arbeitskreis Lärm und Luft zunächst die Hauptverkehrstrassen und die Lärmempfindlichkeit der Umgebung bewertet sowie konkrete Lenkungsvorschläge für den Verkehr entworfen. Dazu kommt die Feinstaub-Richtlinie der EU, für die eine Modellrechnung durchgeführt wurde.
Auf Grundlage der Ergebnisse soll die Verwaltung nun Vorschläge für einen Aktionsplan vorlegen. Würde die Stadt Umweltzonen einrichten, hätte dies auch Auswirkungen auf den Lkw-Verkehr, erläuterte dazu Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt. Denn dann dürften die ältesten und damit schadstoffreichsten Lastwagen nicht mehr durch Osnabrück fahren.
" Einen hohen Handlungsdruck beim Lärm und den Luftschadstoffen und eine hohe Erwaltungshaltung in der Bevölkerung und im Rat" hat Schürings ausgemacht. Für die Verwaltung gebe es nun einen sehr ehrgeizigen Zeitplan.
Bis Oktober 2008 soll der Aktionsplan bezüglich der Luftreinhaltung vorliegen, im kommenden Jahr dann der Masterplan. Das Problem für alle Maßnahmen, die erwogen werden: In vielen Fällen kommt es lediglich zur Verlagerung von Verkehrsströmen. Innerhalb des Stadtgebiets gebe es " positiv formuliert" (Schürings) aber kaum konfliktfreie Routen. Ein weiterer Knackpunkt bei allen Überlegungen der Stadtplaner: Wie kann später die Einhaltung der dann beschlossenen Regelungen wirksam überprüft werden?
Autor:
hmd


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