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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Rosenburg sucht einen Käufer
Zwischenüberschrift:
Das Einkaufscenter in Schinkel steckt mal wieder in der Zwangsversteigerung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hedi Osnabrück. Frischer Wind für das Rosenburg-Center? Das nur spärlich vermietete Einkaufszentrum, in dem zum Leidwesen vieler Schinkelaner seit Jahren ein Nahversorger fehlt, soll am 14. Februar zwangsversteigert werden. Die Gläubiger hoffen, dass dabei ein neuer Investor auftritt.
Er soll das Gebäude an der Buerschen Straße so weit renovieren, dass es attraktiver wird für neue Mieter. Dabei geht es im Mittelpunkt der Überlegungen um die große Zentralfläche im Erdgeschoss, auf der bis 2002 der extra-Verbrauchermarkt untergebracht war. Der Verkehrswert der seit Sommer 2006 zwangsverwalteten Immobilie beträgt 2, 8 Millionen Euro. Aber ob sich bei der Verhandlung am 14. Februar vor dem Amtsgericht (10 Uhr, Saal 208) ein Bieter finden wird, ist fraglich. Es ist noch nicht einmal klar, ob es an diesem Tag überhaupt zu einer Zwangsversteigerung kommt.
Bereits zweimal, im März und im Oktober 2007, waren Termine zur Versteigerung angesetzt worden. Beide wurden jedoch jeweils mit Einverständnis des Gläubigers, der Westend Olympic GmbH aus Frankfurt, aufgehoben. Westend Olympic betreibt als Darlehensgeber die Versteigerung, da die Eigentümer ihren finanziellen Verpflichtungen nicht hinreichend nachkamen. Seit 1992 im Grundbuch eingetragene Eigentümer sind Michael Hahn und die ABB Treuhand GmbH. Die Immobilie wird durch den Osnabrücker Rechtsanwalt Klaus Niemeyer zwangsverwaltet.
Die Fassaden sind heruntergekommen, Außenwerbung ist abgerissen, Lampen baumeln herab. Eine Spielhalle, ein Getränkemarkt, ein kleines osteuropäisches Lebensmittelgeschäft und ein Küchenstudio haben derzeit Flächen angemietet. Etwa die Hälfte des Komplexes steht leer. Zuletzt warf vor wenigen Monaten ein Zooladen das Handtuch.
" Das Rosenburg-Center wird niemand kaufen", spekuliert Heinrich Grofer, stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins Schinkel. " Wir resignieren", ergänzt Bürgervereinsvorsitzender Horst Reiner, der dem Kampf der Schinkelaner um ein attraktives Einkaufszentrum an der Rosenburg seit Jahren seine Stimme leiht.
" Hier sieht′s aus wie Kraut und Rüben", sagt Bernd Multhaup, dessen Frau seit knapp vier Jahren das ansässige Küchenstudio führt. Er ist unzufrieden mit dem Standort und der Hinhaltetaktik der Eigentümer. " Wir sind hier eingezogen, weil man uns versprochen hatte, dass umgebaut werden würde und zum Zeitpunkt unseres Einzugs alles vermietet sei." Doch nichts habe sich getan. Es gebe zu wenig Laufkundschaft. Von der angesetzten Zwangsversteigerung erfuhr Multhaup durch Kunden. Rainer Bittner, Geschäftsführer des Getränkemarkts " trinkgut", seit vier Jahren Mieter, hat derweil " keine Probleme hier". Sein Laden laufe gut. Er habe viele auswärtige Kunden.
" Wir stehen zu dem Objekt und ziehen uns definitiv nicht zurück", sagt Cristian Baio von der Hahn-AG mit Sitz in Bergisch-Gladbach, die als eine Eigentümerin auftritt. " Hahn hat aber auch eine hohe Verantwortung gegenüber seinen Anlegern. Da schießen wir nicht zig Euro in ein Objekt, wenn es sich nicht rechnet." Er sehe derzeit keinen Interessenten, der das gesamte Center oder zumindest die leer stehenden Flächen anmieten wolle, meint Baio. " In dem Fall könnte man umbauen." Hahn werde jedoch intensiv nach einem Mieter suchen, versichert er.
Es würden bereits Gespräche mit Mietinteressenten geführt, berichtet hingegen Katharina Bonnenberg von Hudson Advisors Germany, dem Unternehmen aus Frankfurt, das mit der Verwaltung der Darlehensforderung beauftragt ist. Man warte nun jedoch zunächst den Zwangsversteigerungstermin ab. " Im Rahmen der Zwangsverwaltung wurden unter Mitwirkung von Hudson Advisors bereits Maßnahmen zur Aufwertung des Objektes durchgeführt. Weitere bauliche Veränderungen sind dem zukünftigen Eigentümer vorbehalten", erklärt Bonnenberg.

Bilduntertitel
Skeptisch sind die Schinkelaner Heinrich Grofer und Horst Reiner (rechts), wenn es um die Zukunft des Rosenburg-Centers geht: Es wird niemand kaufen, befürchten die beiden. Foto: Egmont Seiler


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