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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hase, Düte und Nette sind randvoll
Zwischenüberschrift:
Alles muss raus: Hase-Wehre weit geöffnet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
jan/ swa Osnabrück. Das Wort Dauerregen hat in den vergangenen Tagen eine ganz neue Qualität bekommen. Nach Aufzeichnungen des Lufthygienischen Überwachungssystems Niedersachsen hat es in Osnabrück von Freitagabend bis gestern Mittag mehr als 60 Stunden fast ununterbrochen geregnet. Bernd Früchel vom Fachbereich Umwelt der Stadt Osnabrück: Die Hase ist randvoll.
Allerdings ist das Wasser im Stadtgebiet noch nirgendwo über die Ufer getreten. Damit die Fluten aus Düte, Nette, Sandbach, Pappelgraben oder Riedenbach möglichst rasch aus dem dicht besiedelten Stadtgebiet herausfließen, haben die Stadtwerke in Absprache mit der Unteren Wasserbehörde die Wehre an der Neuen Mühle und der Pernickelmühle zur Hälfte geöffnet. Die Feuerwehr Osnabrück ist froh, dass die Meteorologen kurzfristig keine größeren Regenmengen in Aussicht stellen. Michael Rohling hofft, dass es ruhig bleibt. Bislang waren Pumpeinsätze nicht erforderlich.
Die Regenmenge, die in den vergangenen Tagen auf Osnabrück niederfiel, ist allerdings rekordverdächtig: Lediglich in der Nacht zum Sonntag blieb es zeitweise trocken. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Hamburg fielen in Osnabrück von Donnerstag, 7 Uhr, bis Montag, 13 Uhr, insgesamt 71 Millimeter Regen (davon allein von Samstagmorgen bis Sonntagmorgen 27 Millimeter und von Sonntagmorgen bis Montagmorgen 22 Millimeter). Die durchschnittliche Menge für den Januar beträgt 78 Millimeter. Damit wurde das Monatssoll innerhalb von nur vier Tagen fast erreicht. Die Temperaturen lagen rund um die Uhr konstant bei 10 bis 12 Grad. Damit war es vor allem nachts für die Jahreszeit viel zu warm.
Die Verantwortlichen haben derzeit die Zuflüsse oberhalb Osnabrücks im Blick. Größere Überschwemmungen gibt es unter anderem in Jeggen und Wissingen. Die Feuerwehr Schledehausen hat seit Sonntag die Lage an der Wierau im Blick. Regelmäßig würden die Pegelstände kontrolliert, berichtete Bürgermeister Halfter. Auch der Sonnensee steht auf der Überwachungsliste: " Das sieht dort dramatischer aus, als es ist, weil der See extra Durchlässe hat, falls er zu voll läuft." In Wallenhorst und Belm vermeldeten Bauhöfe und Feuerwehren noch keine größeren Einsätze.
Das kleine Wörtchen " noch" spielt auch beim Georgsmarienhütter Fachbereichsleiter Herbert Reinersmann eine gewisse Rolle: " Noch haben wir keine Probleme." Seine Mitarbeiter hätten vor allem die Regenrückhaltebecken kontrolliert. " Wenn es nicht mehr regnet, werden wir keine Probleme bekommen." Die Düte ist zwar voll, hat aber natürliche Ausweichmöglichkeiten, so dass sich die Gefahr auch hier in Grenzen hält.
" Mehr geht nicht", sagt Uwe Sander, in Hasbergen zuständig für die Gemeindewerke. In der Hüggelgemeinde habe es schon den einen oder anderen feuchten Keller gegeben. Der Boden sei gesättigt mit Wasser und völlig aufgeweicht. Sein größtes Horrorszenario ist ein Sturm wie Kyrill. Die Schäden wären enorm, da auch die Bäume in dem aufgeweichten Erdreich keinen festen Halt mehr finden. " Wir brauchen eine Woche, damit die Bodenfeuchte ablaufen kann."

Bilduntertitel
Nasse Füße bekäme der Spaziergänger, der auf dieser Bank am Ufer der Düte eine kleine Pause machen würde. Die Pegelstände der Osnabrücker Gewässer sind hoch, aber noch gibt es keine schweren Überschwemmungen. Fotos: Jörn Martens

Der Wilkenbach in Hasbergen räkelt sich noch in seinem Bett, das aber auch schon breiter geworden ist.
Autor:
jan/swa


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