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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Was wäre wenn . . . . . . hier neapolitanische Verhältnisse herrschten?
Zwischenüberschrift:
Dr. Marietta Klekamp-Lübbe gewährleistet die sichere Müllentsorgung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Thomas Wübker
Neapel ertrinkt im Müll. Ein undurchschaubares Geflecht aus Chaos, Korruption und Mafia sorgt dafür, dass der Müll auf den Straßen liegen bleibt und die Ratten anzieht. In Osnabrück wäre so etwas nicht möglich, sagt die Werksleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebs, Dr. Marietta Klekamp-Lübbe.
" Vollkommen unwahrscheinlich", beantwortet Marietta Klekamp-Lübbe sachlich die Frage, ob Osnabrück wie Neapel ebenfalls im Müll-Chaos versinken könnte. Die 53-jährige Juristin lässt sich von dieser Frage trotz des Horrorszenarios nicht aus der Ruhe bringen. Allerdings, so schränkt sie ein, könnte der Müll in Härtefällen wie Streiks oder Katastrophen schon mal liegen bleiben. Aber im Normalfall ist das nicht möglich. Die Müllproduzenten, sprich: die Bürger, werden davor durch das deutsche Recht geschützt. Falls die öffentliche Hygiene gefährdet ist, erklärt Marietta Klekamp-Lübbe, muss die Polizei oder die Bundeswehr dafür sorgen, dass der Müll weggeschafft wird.
Ein zweiter Punkt neben der Sammlung des Mülls ist seine Entsorgung. Anders als in Neapel gibt es hier Müllverbrennungs- oder Wiederverwertungsanlagen. In Härtefällen, wenn zum Beispiel eine Verwertungsanlage in Brand geraten ist, sorgt das Land Niedersachsen dafür, dass der Müll abtransportiert wird notfalls wird er exportiert. " Weil wir ein so scharfes Auge darauf haben, ist es völlig unwahrscheinlich, dass wir hier neapolitanische Verhältnisse bekommen", fasst Marietta Klekamp-Lübbe zusammen.
So selbstbewusst, wie die Werksleiterin ein Müll-Chaos ausschließt, so ehrlich gibt sie zu, dass sie bei der Müll-Trennung im eigenen Haushalt nicht immer ganz genau ist. Falls im Gelben Sack kein Platz mehr ist, wandert der Müll mit dem grünen Punkt auch mal in die Restmülltonne. " Mein Mann sorgt aber für die richtige Trennung", sagt sie lachend, um mit leiser Stimme anzufügen: " Meine Motivation hat mich verlassen, nachdem ich gesehen habe, dass bei unserem Entsorger Herhof der getrennte Müll auf der gleichen Schiene entsorgt wird."
Es macht aber Sinn, den Müll zu trennen, sagt Marietta Klekamp-Lübbe. Die Schadstoffe müssen aus dem Müll entfernt werden, damit sie nicht in die Luft gelangen. Es macht auch Sinn, weil damit die Rohstoffpreise niedrig gehalten werden.
Kurz gesagt: Die Mülltrennung, seine Sammlung und seine Entsorgung dienen dem Wohl der Menschen. Wenn das nicht funktioniert, steht der Bürger in seinem eigenen Müll.
Marietta Klekamp-Lübbe sagt, sie fühle sich dem Bürger verpflichtet. So wie sie das sagt, klingt es nicht nach einer Phrase. Sie definiert auch ihren Beruf so: Ihre Aufgabe ist es, eine reibungslose Müllsammlung und Entsorgung in Übereinstimmung mit dem Recht sicherzustellen, und das zu vertretbaren Gebühren, auf hohem ökologischen Niveau, bei bestmöglichen Gebühren, zählt sie auf und fügt gleich hinzu: " Unter zumutbaren Bedingungen für die Mitarbeiter."
Autor:
Thomas Wübker


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