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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn Politiker nicht richtig zuhören
Zwischenüberschrift:
Kerstin Bußmann (Freie Wähler): Bürger müssen sich einmischen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Wilfried Hinrichs Osnabrück. Oft ist es ein Schlüsselerlebnis, das Quereinsteiger bewegt, in die Politik zu gehen. Bei Kerstin Bußmann war es der Streit um eine Schule und die Erfahrung, " dass viele Politiker einfach nicht richtig zuhören".
Die 36-jährige Kandidatin der Freien Wähler im Wahlkreis Osnabrück-West war stellvertretende Elternratsvorsitzende der Jellinghausschule im Stadtteil Schölerberg, als 2004 ein heftiger Streit entbrannte: Während einer mehrmonatigen Bauphase sollten die Jellinghaus-Grundschüler sich die Schule mit heranwachsenden Berufsschülern teilen. Die Argumente der Eltern wurden von Verwaltung und Politik vom Tisch gewischt, wie es Kerstin Bußmann noch heute empfindet. Der Schulstreit sei ein Beispiel dafür, dass auf die Bürger einfach zu wenig gehört werde.
Sie will es anders machen. Sie will dem Bürgerwillen von unten nach oben zum Durchbruch verhelfen. Dazu genügt es ihr nicht, Leserbriefe zu schreiben oder sich ehrenamtlich zu engagieren. Sie will dorthin, wo die Entscheidungen fallen. ImHerbst 2005 kandidierte sie für die Osnabrücker UWG für den Stadtrat, schaffte den Sprung ins Rathaus aber nicht. Jetzt will sie in den Landtag. Als Dreizehnte der Landesliste könnte es zu einem Mandat reichen, wenn die Freien Wähler auf mindestens sieben bis acht Prozent kommen. " Warum sollte uns das nicht gelingen?", fragt Kerstin Bußmann. Die Unabhängigen wurden bei der Kommunalwahl 2005 die drittstärkste Kraft in Niedersachsen. 16, 3 Prozent aller Ratsmandate im Lande gingen an Kandidaten der Freien Wähler.
Kerstin Bußmann ärgert sich, dass die meisten Berufspolitiker " nur Theoretiker" seien: weit weg von der Praxis und dem Alltag der kleinen Leute. Als Mutter dreier Kinder im Alter von 10, 11 und 14 Jahren steht sie mitten im Leben, wie sie sagt. Nebenbei arbeitet sie als Honorarkraft in ihrem erlernten Beruf als Erzieherin in der Kindertagesstätte der Lukas-Gemeinde und ist stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes der Freien Wähler. Ihr muss keiner erklären, unter welchem finanziellen Druck junge Familien oft stehen, wenn die Kinder sich einstellen und ein Einkommen wegbricht. Deshalb sind Familienpolitik und soziale Themen ihre Schwerpunkte. Sie nennt es: " Den Schwachen Gehör verschaffen."
Konkret geschieht das zum Beispiel in der Tageswohnung für Obdachlose an der Bramscher Straße. Vor wenigen Wochen stattete sie zusammen mit ihrem Kandidatenkollegen Ansgar Hengelbrock der Einrichtung des Sozialdienstes katholischer Männer (SKM) einen Besuch ab und war " tief beeindruckt". Was dort geleistet werde, sei vorbildlich und mache Mut, sagt sie. Deshalb führt sie uns mit der Kamera an die Bramscher Straße und fotografiert dieses unscheinbare Haus als Vorzeige-Motiv.
Den größten Handlungsbedarf sieht sie, wie andere Kandidaten auch, bei Karmann. In ihrem Stadtteil Schölerberg leben viele Menschen, die auf der Kündigungsliste stehen. Kerstin Bußmann: " Ich bekomme das hier hautnah mit, was die Krise bei Karmann für die Menschen bedeutet." Dass die Politik keine Aufträge herbeizaubern kann, ist ihr auch klar. Aber sie hätte sich gewünscht, dass die Politik viel eher reagiert hätte.
Kontakt
E-Mail: k-bussmann@ web.de
Internet: www. fw-niedersachsen.de

Bilduntertitel

Hier wird etwas getan: Die Tageswohnung für Obdachlose an der Bramscher Straße leistet vorbildliche Arbeit, sagt die Kandidatin der Freien Wähler.

Hier ist etwas zu tun: Die Auftragskrise bei Karmann ist der wichtigste Arbeitsauftrag für die Politik, sagt Kerstin Bußmann.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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