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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Drei-Kandidatinnen-Koalition
Zwischenüberschrift:
Podiumsdiskussion der Gewerkschaften zur sozialen Gerechtigkeit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
jan Osnabrück. Kinderarmut, Bildung, Mindestlohn: Diese Themen beherrschten die Podiumsdiskussion im Haus Rahenkamp, an der auf Einladung der Osnabrücker Gewerkschaften rund 50 Zuhörer teilnahmen.
In Fragen der sozialen Gerechtigkeit zeichnete sich dabei eine Drei-Kandidatinnen-Koalition zwischen Alice Graschtat (SPD), Dorothea Steiner (Grüne) und Giesela Brandes-Steggewentz (Linke) ab, während Anette Meyer zu Strohen (CDU) alternative Positionen vertrat. Kandidaten der FDP und der Freien Wähler nahmen nicht teil.
Bildung: Graschtat setzt auf die Integrierte Gesamtschule, um auch Kindern aus sozial schwachen Familien gleiche Chancen zu ermöglichen. Das dreigliedrige Schulsystem lehnt sie ab, Eltern hätten die Hauptschule ohnehin längst abgewählt. Auch Steiner zitiert Untersuchungen, nach denen Kinder gemeinsam am besten lernen können. Sie ist für die Einheitsschule bis zur Klasse 9, Brandes-Steggewentz sogar bis zur Klasse 10. Erst danach sei eine Aufteilung sinnvoll. Meyer zu Strohen dagegen meint, dass nur ein gegliedertes Schulsystem die persönlichen Begabungen und Fähigkeiten fördern könne. Sie warnt davor, Strukturen in Niedersachsen schon wieder zu verändern. Wichtig seien kleinere Klassen und besser qualifizierte Lehrer.
Mindestlohn: Um die Existenz zu sichern, seien 7, 50 Euro pro Stunde die Untergrenze, meint Steiner. Brandes-Steggewentz setzt sich sogar für 8 Euro ein, und auch Leiharbeiter müssten gleiches Geld für gleiche Arbeit bekommen. Graschtat findet, dass ein Mindestlohn Betroffenen ihre Würde zurückgebe. Meyer zu Strohen ist gegen den einheitlichen, gesetzlich verordneten Mindestlohn, sittenwidrig niedrige Löhne dürfe es aber nicht geben.
Kinderarmut: Meyer zu Strohen setzt sich für eine stärkere frühkindliche Förderung und drei beitragsfreie Kindergartenjahre ein. Brandes-Steggewentz findet, dass es ein Skandal ist, dass das Kindergeld auf Hartz-IV-Bezüge angerechnet werde. Steiner meint, dass die Grundsicherung für Kinder höher sein müsse. Graschtat sagt, Kinder seien ohne Verschulden in Armut abgerutscht und deshalb besonders auf die Hilfe des Staates angewiesen.

Bilduntertitel

Die Gewerkschaftsforderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn wird von SPD, Grünen und Linkspartei und ihren Kandidatinnen in Osnabrück unterstützt. Anette Meyer zu Strohen (CDU) äußerte sich skeptisch. Foto: dpa
Autor:
jan


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