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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Sinnvoller "Eigenbedarf": Vom Glück der Bauern in Pye
Zwischenüberschrift:
Neue Kanalbrücke Nr. 78 breit genug für schwere Landmaschinen
Artikel:
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Originaltext:
Der " Eigenbedarf" führte zum Ziel: Josef Thöle. Heinrich Hallbrügge und Martin Offers (rechts) freuen sich über die neue Kanalbrücke Nr. 78 in Pye. Foto: Uwe Lewandowski

Sinnvoller " Eigenbedarf": Vom Glück der Bauern in Pye

Neue Kanalbrücke Nr. 78 breit genug für schwere Landmaschinen

Von Joachim Dierks

OSNABRÜCK. Allen Grund zur Freude hat Landwirt Martin Offers. Nicht nur sein Trecker, sondern auch ein Vollernter passt Über die neu gebaute Brücke 78 (" Offers-Brücke") in Pye, die im Zuge der Verbreiterung des Stichkanals erforderlich wurde. Danach hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. Denn der Bauherr, die Bundesrepublik Deutschland, ist bei derartigen Ersatzbauten verpflichtet, " neu für alt" zu errichten. Und keinen Millimeter mehr. Die alte Brücke, die fast noch ihren hundertsten Geburtstag erlebt hätte, stammte aber aus einer Zeit, als der Bauer sie mit Pferd und Wagen befuhr, um seine Wiesen in den Haseauen zu erreichen. Die Fahrbahnbreite von 2, 70 Meter mit beidseitig je 0, 50 Meter " Schrammbord", insgesamt also 3, 70 Meter, reichte damals vollständig aus.

Nicht so für modernes landwirtschaftliches Großgerät. Die Pyer Landwirte liefen Sturm gegen die Pläne der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD), als sie vor fünf Jahren bekannt wurden. Der damalige Ortsbürgermeister Josef Thöle (CDU) sprach von einem " Schildbürgerstreich". Auf Ortsratsversammlungen wurde der Widerstand deutlich artikuliert. Schriftliche Eingaben an die WSD folgten.

Bert Dieme, Baubevollmächtigter des Neubauamtes der WSD, ist die Problematik bestens geläufig: " Wenn die Anliegerkommune eine größere Brücke haben will, als sie vorher da stand, dann muss sie nach dem komplizierten , Kreuzungsrecht' für Bundesverkehrswege ganz tief in die Tasche greifen."

Will heißen: Nicht nur die geschätzten 10 Prozent der gesamtkosten von 1, 7 Millionen Euro, die für etwas mehr Stahl und etwas mehr Fahrbahnbelag aufzuwenden wären, standen im Raum, sondern erheblich mehr. Die Wünsche und Eingaben der Anlieger seien von seiner Behörde zwar aufmerksam zur Kenntnis genommen worden, hätten aber nicht vermocht, die Gesetzeslage zu ändern.

Da kam den Pyer Landwirten das sprichwörtlich in Osnabrück beheimatete Glück zu Hilfe: Die WSD meldete " Eigenbedarf für eine größere Nutzbreite" an. Bei den laufenden Planungen für den Ersatz der Brücke 79 (" Die Eversburg") wurde nämlich klar, dass die Baustellenzufahrt von Süden her über die baufällige ., Römerbrücke" über die Alte Hase nicht möglich sein würde.

Die Zufahrt von Norden - eben über die Brücke 78 - bot sich an. Für die Baufahrzeuge wurde ihre Nutzbreite auf 4, 50 Meter erhöht. Nun freuen sich alle über die breite und in jeder Hinsicht verkehrsgerechte Brücke.
Autor:
Joachim Dierks


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