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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Schleiereulen begeistern Schüler
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Überraschender Nachwuchs in Haste
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Selten zu sehen: Die scheuen Schleiereulen ernähren sich fast ausschließlich von Mäusen, von denen es dieses Jahr viele gab. Foto: Egmont Seiler

Schleiereulen begeistern Schüler

Überraschender Nachwuchs in Haste

mlb OSNABRÜCK.

Lautlos bewegen sich Schleiereulen während ihres Fluges durch die Luft. Doch nicht nur deshalb sind die scheuen Tiere für Menschen äußerst selten zu bemerken. Einige Schüler der Angelaschule durften dieses Erlebnis jetzt bei aller Vorsicht auskosten, denn in einem Nistkasten auf dem Gelände der Schule sind in diesem Sommer mindestens vier Eulen geschlüpft.

" Die Schüler waren alle total begeistert", erinnert sich Patrick Hillebrandt, Biologielehrer an der Angelaschule. Nur wenige Schüler seines Leistungskurses hätten zuvor eine Schleiereule gesehen: " Aber nur im Zoo. In der freien Natur hatten noch weniger Schüler dieses Glück."

Seit November 2006 hängt die Nisthilfe in der Schule. Dass sie schon in diesem Jahr bewohnt wurde, hat alle Beteiligten überrascht. " Normalerweise dauert es etwa fünf Jahre, bis die Tiere so ein Angebot annehmen", erklärt Frank Bludau. Als ehemaliger Mitarbeiter in der unteren Naturschutzbchörde der Stadt hat er die Kiste zur Verfügung gestellt.

Dass die Eulen die Nisthilfe so schnell angenommen haben, führt Dr. Uwe Fuellhaas auch auf das Nahrungsangebot zurück, dass die umliegenden Grünflächen bieten: " Schleiereulen ernähren sich zu 95 Prozent von Mäusen, und von denen gab es in diesem Jahr reichlich", erläutert der Mitarbeiter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Die Stiftung fördert derzeit ein Projekt zur ökologischen Weiterentwicklung des Parks der Angelaschule. Es wurde der Teich entschlammt und Fische eingesetzt, die auf der Koten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere stehen. Es wurden Fledermauskästen aufgestellt, ein grünes Klassenzimmer gebaut, weitere Ideen zum Schutz der Natur umgesetzt und das Gebäude umweltfreundlich saniert. Die Schüler setzten sich nicht nur in Arbeitsgemeinschaften, sondern auch im regulären Unterricht mit dem Projekt auseinander. Wie eben auch mit den Schleiereulen. Wegen dieser Aktivitäten bewarb sich die Schule um den Titel " Umweltschule in Europa", den sie kürzlich erhielt. Doch die Pläne gehen weiter. Es soll noch ein Insektenhotel gebaut werden, Nisthilfen für Eisvögel und eine Naturbühne für die Schüler, wie Beatrix Timpe-Urban, die Koordinatorin des DBU-Projekts an der Schule, aufzählt.

Wer auch eine Nisthilfe für Schleiereulen auf seinem Grundstück aufstellen möchte, kann sich unter Tel. 054l/ 323-2331 an die untere Naturschutzbehörde wenden. Von dem Mist, den Schleiereulen hinterlassen, sollte sich niemand abschrecken lassen, meint Fuellhaas, denn: " Man hat dann eine schöne Eule und viel weniger Mäuse."
Autor:
mlb


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