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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Pachterhöhung? Pistorius beruhigt
Zwischenüberschrift:
Politischer Dämmerschoppen der Kleingärtner
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Pachterhöhung? Pistorius beruhigt

Politischer Dämmerschoppen der Kleingärtner

klu OSNABRÜCK. Einmal im Jahr laden die Kleingärtner im Osnabrücker Land Vertreter der lokalen Politik zu einem politischen Dämmerschoppen, um auf ihre Wünsche und Probleme aufmerksam zu machen. Besonders beunruhigte die Kleingärtner beim 6. Dämmerschoppen dieser Art eine mögliche Pachtpreiserhöhung seitens der Stadt. Doch Oberbürgermeister Boris Pistorius beruhigte: " Bälle flach halten!"

Nach seiner Kenntnis gebe es keine Überlegungen, die Pachtpreise zu erhöhen, sagte Pistorius zu den Kleingärtnern, die in diesem Jahr zu Bier und Bratwurst in die Anlage Luhrmannshof des Kleingärtnervereins Nord gebeten hatten.

Außer den Pachten hatte Heinz-Jürgen Glässer, Vorsitzender des Bezirksverbands Osnabrück der Kleingärtner, auch die Fördermittel der Stadt auf seiner Agenda. " Leider werden diese Fördermittel immer weniger. So hat die Stadt keinerlei Unterstützung gewährt, als während des Sturms im Frühjahr viele Umzäunungen der Kleingartenanlagen Totalschäden erlitten." Insgesamt stählen sich viele Kommunen milder Zeit aus der sozialen Verantwortung, die sie mit der Errichtung von Kleingartenanlagenübernommen haben, und überließen alles den Vereinsvorständen. " Man sieht es ja an der Teilnahme zu dieser Veranstaltung. Wo sind die Vertreter von Melle, Wallenhorst und Belm?", kritisierte Glässer die mangelnde Präsenz der lokalen Politik.

Den Vorwurf, bei den Sturmschäden tatenlos geblieben zu sein, ließ Oberbürgermeister Pistorius nicht auf sich sitzen. " Wir haben am Morgen nach dem Sturm beschlossen, eine kostenlose Annahme jedweden Gartenmülls über zwei Wochen anzubieten", sagte der Oberbürgermeister. Die Stadt sei bei der Reparatur von Umzäunungen nicht eingesprungen, da dies die Sache der Vereine sei. " Wenn die Stadt die Rolle der Kleingärtner übernommen hätte, dann hätte auch jeder Eigenheimbesitzer wegen seines Zauns zu uns kommen können." Ein Sturm wie Kyrill gehöre zu den Risiken " mit denen wir leben müssen".

Einig war man sich, dass die Osnabrücker sich dem Trend, die Kleingartenvereine in " Gartenfreunde" umzubenennen, nicht anschließen wollen. " Wer Kleingarten mit Kleingeist gleichsetzt, hat ein eigenes Definitionsproblem. Die Vereine bringen Menschen zusammen und leisten Integrationsarbeit", lobte Boris Pistorius.
Autor:
klu


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