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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Bereit für eine zweite Amtszeit
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Christian Wulff (CDU) tritt für Osnabrück an – Karmann als "größtes ungelöstes Problem"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der schönste Flecken in seinem Wahlkreis ist für Christian Wulff nach wie vor der Marktplatz in Osnabrück, eingerahmt vom Rathaus und der Marienkirche.
Eine Menge zu tun gibt es nach Ansicht Wulffs in Haste und Pye, hier am Fürstenauer Weg. Auch nach der Buga-Absage müssen die Stadtteile vorangebracht werden.
Von Jens Buchkremer

Osnabrück.

Morgens um 10 Uhr in Osnabrück: Gut gelaunt betritt Christian Wulff sein Wahlkreisbüro im CDU-Haus an der Rolandsmauer. Der erste Termin liegt schon hinter ihm. Viele weitere werden in den nächsten Stunden folgen, denn der Ministerpräsident absolviert einen Osnabrück-Tag.
Wenn sich ein Termin an den nächsten reiht, sind 17-Stunden-Arbeitstage keine Seltenheit. Jetzt aber ist erst einmal Zeit für eine Tasse Kaffee, und Christian Wulff erzählt von seinem morgendlichen Termin an einer Osnabrücker Schule. " Am meisten haben sich die Schüler für meine Bodyguards interessiert", sagt er schmunzelnd. Außerdem durften die Kinder einen Blick in seine Dienstlimousine werfen. Später am Tag ist er mit Professoren und Studenten an der Universität Osnabrück verabredet, eher er abends in einer anderen niedersächsischen Stadt Schauspieler und Musiker treffen wird. Christian Wulff liebt solche Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen, die ihm aus ihrem Alltag berichten nicht nur in Osnabrück, sondern in ganz Niedersachsen.
Der 48-Jährige ist Ministerpräsident und zugleich Vertreter des Wahlkreises Osnabrück-West. Aber wie viel Osnabrück steckt noch in Christian Wulff, der nach der Trennung von seiner Frau mittlerweile mit seiner neuen Lebensgefährtin in Hannover wohnt? " Osnabrück bleibt immer meine Heimat, ich bin ständig hier", sagt Wulff. Und vielleicht werde die Heimat eines Tages wieder sein Wohnort sein.
Christian Wulff genießt es, in Osnabrück zu sein. " Hier werde ich total normal wahrgenommen." Dort kann er zwanglos mit Leuten plaudern oder mit seiner Tochter ins Kino gehen, ganz ohne Presse und Protokoll.
In der Hasestadt ist Wulff geboren und aufgewachsen, dort sammelte er seine ersten politischen Erfahrungen. 1986 gelangte der studierte Jurist und ehemalige Landesvorsitzende der Jungen Union in den Osnabrücker Stadtrat. 1989 wurde er dort Fraktionsvorsitzender, fünf Jahre später übernahm er dieses Amt im Niedersächsischen Landtag.
Dann wollte er ganz nach oben, aber zweimal unterlag der CDU-Chef bei der Landtagswahl dem jeweiligen SPD-Spitzenkandidaten. 2003 wurde Christian Wulff schließlich Ministerpräsident und würde gerne eine zweite Amtszeit antreten. " Jetzt habe ich Erfahrung gesammelt und Routine entwickelt. Man muss sich nicht mehr in alles neu einarbeiten." Wie verändert ein Amt mit seiner solchen Machtfülle einen Menschen? " Die Macht ist mir weniger wichtig als die Möglichkeit zu gestalten", sagt Wulff. Vor seiner Wahl vor fünf Jahren hatte er erklärt, dass man als Politiker jederzeit aufhören können müsse. Das gelte auch heute noch: " Ich kann mir absolut ein Leben außerhalb der Politik vorstellen."
Auch wenn Wulff die Geschicke des Landes Niedersachsens lenkt und gleichzeitig eine gewichtige Rolle in der Bundespolitik spielt: Für die Menschen in seinem Wahlkreis ist er ansprechbar, beispielsweise in regelmäßigen Bürgersprechstunden: " Da ist die Atmosphäre so wie vor 20 Jahren." Dann geht es um Verkehr, die Universität, das Theater, die jüdische Gemeinde aber auch um Probleme wie zu knappe Renten und Arbeitslosigkeit. Die Lage bei Karmann wird am häufigsten angesprochen. " Das ist auch das größte ungelöste Problem in Niedersachsen", sagt Christian Wulff. Ständig führe er Gespräche in ganz Deutschland, aber einen neuen Auftrag für den Fahrzeugbau kann auch er nicht einfach so herbeischaffen. " Dabei haben wir hier glänzende Facharbeiter und Ingenieure."
Gleichwohl habe er für Osnabrück schon viel erreicht, etwa für die Universität und die Schulen. Einiges zu tun gebe es aber noch bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Autor:
Jens Buchkremer


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