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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Versöhnliches Ende für Henke
Zwischenüberschrift:
Ehrenamtliche sind versichert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Lachende Gesichter zum guten Ende: Stadtbaurat Wolfgang Griesert, Anton Henke, Ulrich Freisel von der städtischen Freiwilligenagentur, Annegret Gutendorf vom Bürgerverein Nahne sowie Martin Grewe und Hartmut Damerow vom Eigenbetrieb Grünflächen (von links). Foto: Hermann Pentermann
Osnabrück. " Ich bin enttäuscht." Mit diesen Worten hatte Anton Henke im Oktober nach 13-jähriger Pflege des Nahner Spielplatzes sein Ehrenamt aufgegeben. Der Grund: Der städtische Eigenbetrieb Grünflächen wollte ihm plötzlich keine Geräte mehr ausleihen, weil es für Ehrenamtliche keinen Versicherungsschutz gebe. Und die Arbeit mit motorgetriebenen Gerätschaften sei nun mal gefährlich.
Auf einen Bericht in unserer Zeitung meldete sich nun der Kommunale Schadensausgleich Hannover (KSA) bei der Stadt Osnabrück und teilte mit, dass ehrenamtlich engagierte Bürger durchaus einen Versicherungsschutz genießen auch wenn sie motorgetriebene Geräte benutzen.
Allerdings müsse eine gründliche Einweisung in die Handhabung der Geräte und ihrer Gefahren erfolgen. Außerdem müsse der ehrenamtlich Tätige namentlich bekannt sein, unentgeltlich arbeiten und der Weisungsbefugnis der ausleihenden Dienststelle unterstellt sein. Der KSA weist in ihrem Schreiben besonders auf die Gefahren hin, die sich durch den Betrieb eines Freischneiders, wie ihn Anton Henke benutzt hatte, ergeben können. Dieses Motorgerät zum Schneiden von höherem Aufwuchs kann im ungünstigen Fall am Boden liegende Gegenstände geschossartig aufwirbeln. Käme es dabei zu Personen- oder Sachschäden, könnte diese Fahrlässigkeit sogar zu einem Strafverfahren führen.
Nach dem unfreiwilligen Abgang aus dem Ehrenamt gab es für Anton Henke nun doch noch ein versöhnliches Ende. Auf dem Spielplatz an der Ansgarstraße bedankte sich Stadtrat Wolfgang Griesert mit einem Blumenstrauß und einem Buch bei ihm für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement: " Gerade für unsere Kinder ist die wohnnahe Spielmöglichkeit auf öffentlichen Spielplätzen wichtig und auch ein Treffpunkt für Mütter und Väter. Daher ist Ihre Unterstützung sehr wichtig."
Hartmut Damerow, kommissarischer Leiter des Eigenbetriebes Grünflächen und Friedhöfe, kündigte an, dass bald ein Informationsblatt erscheine, das über Rechte und Pflichten für Ehrenamtliche bei der Pflege von Grünflächen und Kinderspielplätzen informiere. Einen Fall Henke muss es dann nicht mehr geben.


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