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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrück rutscht in die Feiertage
Zwischenüberschrift:
Knochenbrüche und Blechschäden: Blitzeis legt die Hasestadt lahm
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nichts geht mehr: Gefrierender Regen hat gestern Morgen in ganz Osnabrück schlagartig für Glatteis gesorgt und den Verkehr zum Stillstand gebracht. Wie hier am Petersburger Wall mussten die Autofahrer vielerorts vor dem Wetter kapitulieren. Fotos: Michael Hehmann
Gespenstisch: Über weite Strecken war der Busverkehr lahmgelegt. Wie hier am Neumarkt warteten allerdings auch nur wenige Fahrgäste auf die Wagen, die nicht kommen wollten.
Wohl dem, der eine Stütze hat: Wer zu Fuß unterwegs war, fühlte sich mit einem Gehstock oder wie hier mit seinem Koffer sehr viel sicherer.
Blechschaden: Die Polizei registrierte zahlreiche Bagatellunfälle, deren Schäden sich allerdings schnell summierten.
Völlig neues Gehgefühl: zaghafte Fußgänger.
Mit vollen Händen: Streudienst am Neumarkt.
Nur mühsam kamen die Streufahrzeuge voran.
fhv/ prin Osnabrück. Knochenbrüche auf den Gehsteigen, Blechschäden im Straßenverkehr und Stillstand am Busbahnhof: Das Blitzeis sorgte gestern Morgen, einen Tag vor Heiligabend, bei vielen Osnabrückern für eine weniger schöne Bescherung.

Gegen 7 Uhr hatte Regen eingesetzt, der auf dem gefrorenen Boden in kürzester Zeit zu Eis wurde, bilanzierte Polizeisprecher Georg Linke.
In den folgenden Stunden des Vormittags wurden die Beamten zu 48 Unfällen mit zwei Leichtverletzten in Stadt und Landkreis Osnabrück gerufen. In drei Fällen ermittelt die Polizei wegen Unfallflucht.
Den Sachschaden bezifferte sie gestern Nachmittag auf mehrere Zehntausend Euro. Unfallursache in den meisten Fällen: zu schnelles Fahren. " Die meisten haben die Geschwindigkeit nicht den Straßenverhältnissen angepasst", sagte Georg Linke. An kritischen Stellen wäre Schrittgeschwindigkeit angemessen gewesen. " Das bedeutet 7 km/ h."
Auch die Feuerwehr hatte gestern Vormittag alle Hände voll zu tun. 59-mal rückte die Feuerwehr aus, davon zu 38 Glatteis-Unfällen. In zwei Fällen transportierte sie sogar Patienten mit dem Allrad-Löschfahrzeug ins Krankenhaus. Allerdings waren die Feuerwehrleute zweimal selbst auf Unterstützung angewiesen. Das Technische Hilfswerk (THW) musste mit Streueinsätzen zu Hilfe kommen, weil die Einsatzfahrzeuge auf der glatten Straße nicht mehr weiterkamen. Am Lieneschweg ging die Rettungswagen-Besatzung zu Fuß zum Unfallort.
Gerichtet wurden die großen und kleinen Blessuren vorwiegend in der Notfallambulanz von Klinikum und Marienhospital. " Hier geht es zu wie in einem Feldlazarett, der OP ist gut beschäftigt", sagte eine Krankenschwester, während sie die Daten des nächsten Falles notierte.
Beide Krankenhäuser verzeichneten bis zum Nachmittag etwa 100 durch das Glatteis bedingte Einweisungen. Zumeist Prellungen und Platzwunden, aber darunter auch etwa ein Viertel bis ein Fünftel durchaus kompliziertere Knochenbrüche. Obwohl Ärzte und Pflegepersonal aus der Rufbereitschaft angefordert wurden, gab es bei der operativen Versorgung von Trümmerbrüchen und Endoprothesen nach Oberschenkelhalsbruch auch Wartezeiten bis zu vier Stunden. Dies liege noch innerhalb der medizinischen Standards, hieß es.
Absolut gar nichts mehr lief im Stadtbusverkehr. " Wir haben den Betrieb zwischen 7.30 Uhr und 11.30 Uhr komplett eingestellt", erklärte Marco Hörmeyer von den Stadtwerken. Offensichtlich die richtige Entscheidung. Schließlich blieben alle Busse unversehrt. Völlig problemlos lief der Zugverkehr.
Autor:
fhv, prin


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