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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Stadt baut eine neue Schule
Zwischenüberschrift:
Vier Millionen Fördersumme für die neue Herman-Nohl-Schule
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
fhv Osnabrück. Von einem " Gefühl wie Weihnachten" sprach gestern Morgen Hanno Middeke, Schulleiter der Herman-Nohl-Schule. Der Grund zur Freude: Die Stadt, das Land und der Bund finanzieren den Neubau seiner Schule an der Lerchenstraße. Ministerpräsident Christian Wulff überbrachte kurz vor den Weihnachtsferien höchstpersönlich den Förderbescheid über vier Millionen Euro.
Gebaut wird die " neue" Herman-Nohl-Schule, eine Förderschule für die emotionale und soziale Entwicklung, am Standort der derzeitigen Derby School an der Lerchenstraße, sobald die Briten den Schulbetrieb eingestellt haben. Das dürfte spätestens im Sommer 2009 der Fall sein. Allerdings war der Weg bis zu der jetzigen Entscheidung nicht ganz einfach, weil es mehrfach neue Entwicklungen gab.
Urprünglich sollte die Schule ein neues Gebäude am jetzigen Standort an der Stüvestraße bekommen. Dafür bewilligte das Land denn auch bereits im Frühjahr einen Zuschuss von 4, 034 Millionen Euro (90 Prozent der damals ermittelten Baukosten) aus dem Ganztagsschul-Programm des Bundes.
Dann aber tauchte die Idee auf, die demnächst freiwerdende Derby School für diesen Zweck zu übernehmen. Das Gebäude gleich neben dem Gemeinschaftszentrum an der Lerchenstraße wurde 1978 gebaut und gehört der Bundesimmobilienverwaltung. Die Liegenschaft erschien hochinteressant wegen der großzügigen umliegenden Freiflächen samt Sportplatz und wegen der sehr flexiblen Architektur. Klassenräume, Fachräume und eine Sporthalle gruppieren sich wabenartig um einen Innenhof. Es gibt nämlich kaum Türen, keine abgeschlossenen Klassenräume. Die Derby School arbeitet nach dem " open plan"- Konzept, das in Großbritannien in den 60er Jahren in der Folge des Reformpädagogen Jean Piaget entwickelt worden ist.
Während nun vor allem mit dem Land abgeklärt werden musste, ob der einmal bewilligte Zuschuss auch für den anderen Standort verwendet werden durfte, gab es schon wieder eine neue Überlegung: Umbau und Folgekosten, so ermittelten die Immobilienverwalter, wären mittelfristig so teuer, dass ein Abriss und kompletter Neubau letztlich günstiger wäre. " Auschlaggebend waren die pädagogischen Vorteile", so erklärte Fachbereichsleiter Hans-Georg Freund, " die Schule bekommt am neuen Standort viel bessere Außenanlagen, und wir müssen nicht für die Bauzeit nach einer anderen Unterbringung suchen".
Und so sieht jetzt die neue Kalkulation aus, die vom Rat in nicht öffentlicher Sitzung gebilligt wurde: Ankauf des Teilgrundstücks der Derby School von 25 000 Quadratmetern für 700 000 Euro, Abriss des Gebäudes 350 000 Euro, Neubau Herman-Nohl-Schule 5, 2 Millionen Euro. Oder in der Gegenrechnung: Land und Bund fördern mit 4, 034 Millionen, die Stadt zahlt 2, 24 Millionen Euro dazu. Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler kommt aus dem Landkreis, der sich deshalb an den Investitionskosten beteiligt.
Auch Ministerpräsident Christian Wulff sprach gstern diese " nicht ganz einfachen Verhandlungen" an, als er die frohe Botschaft überbrachte: Mit der Ganztagsform könne die Schule auf veränderte familiäre und gesellschaftliche Verhältnisse besser reagieren, sagte Wulff. Dieser pädagogische Zugewinn rechtfertige auch den Aufwand.

Bilduntertitel

Ungewohnt für deutsche Lehrer: Die Derby School arbeitet mit offenen Klassenräumen. Foto: Archiv/ Jörn Martens
Autor:
fhv


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