User Online: 1 | Timeout: 11:51Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Freier Geist statt Marschbefehl
Zwischenüberschrift:
Die Caprivikaserne auf dem Westerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Marie-Luise Braun Osnabrück. Wo einst Soldaten marschierten und Gehorsam übten, herrscht heute der freie Geist von Lehre und Forschung: in der Caprivikaserne. Errichtet wurde der Gebäude-Komplex im preußischen Garnisonsstil Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Westerberg. Bis heute hat sich die Bausubstanz kaum verändert.
Erforderlich wurde der Bau der Kaserne, als wegen der Eingliederung des Königreichs Hannover durch Preußen die Osnabrücker Garnison vergrößert wurde. Errichtet wurde sie durch italienische Wanderarbeiter angrenzend an das Stadterweiterungsviertel auf den Heger-Laischafts-Gärten und nach Plänen, die der Garnisons-Bauinspektor Koppers 1896 erstellt hatte. In Teilen fertiggestellt war sie 1899.
Die Anlage erstreckt sich auf dem Südhang des Westerbergs von der Blumenthalstraße bis zur Caprivistraße. An der nördlichen Seite wurden Offizierswohnheim, Mannschaftshäuser und Wirtschaftsgebäude erbaut.
Auf dem historischen Foto zu sehen ist rechts das Exerzierhaus und links die Wache, vor der ein gestreiftes Schilderhäuschen steht. Dahinter befanden sich das Kammergebäude und das Patronenhaus.
Auf dem großen Platz in der Mitte der Anlage exerzierte einst auch Erich Maria Remarque, bevor er 1916 an die Westfront geschickt wurde. Seine Erlebnisse auf dem Kasernenhof hat er in seinem Roman " Im Westen nichts Neues" aufgegriffen.
Heute geht es auf dem Gelände weit weniger streng zu. Seit 2004 hat die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Fachhochschule hier ebenso ihren Platz gefunden wie das Präsidium. In Übereinstimmung mit dem Denkmalschutz wurden die Gebäude für einen modernen Lehr- und Forschungsbetrieb ausgestattet. Die Halle rechts wird nun für Veranstaltungen genutzt, in der ehemaligen Wache befinden sich Büros. Ergänzt wurde die Anlage durch einen Neubau an der Caprivistraße.

Bilduntertitel

Ganz oben auf dem Südhang des Westerberges wurde die Caprivikaserne errichtet. Diese Ansichtskarte stammt aus der Zeit vor 1914. Foto: J. H. Evering, erschienen im Verlag H. Th. Wenner

Ein Teil der Fachhochschule befindet sich heute in der ehemaligen Kaserne an der Blumenthalstraße. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Marie-Luise Braun


Anfang der Liste Ende der Liste