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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit Knüppeln und Gewehren auf Robbenjagd
Zwischenüberschrift:
Ausstellung "Rotes Eis" im Museum am Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
klu Osnabrück. Rotes Eis: Hier geht es nicht um sommerliche Gaumenfreuden, der drastische Titel einer Ausstellung des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) im Museum am Schölerberg beschreibt, wie das Blut erschlagener Jungrobben weite Areale des Packeises an Kanadas Ostküste färbt, wenn die Fischer im Frühling mit Knüppeln und Gewehren Jagd auf sie machen.
Mit der Ausstellung, die neben den fragwürdigen Jagdmethoden auch auf die Lebensweise der Robben eingeht, will der IFAW die Öffentlichkeit wachrütteln und auf ein Europäisches Handelsverbot von Robben-Produkten hinarbeiten. Über 300 000 junge Sattelrobben werden jedes Jahr an der Ostküste Kanadas von Fischern erschlagen oder mit dem Gewehr erlegt.
Nicht selten leben die Tiere noch, wenn ihnen das Fell abgezogen wird, das dem Fischer rund 30 Euro einbringt. Die Jagd wird von der kanadischen Regierung unterstützt, es sind staatliche Eisbrecher, die den Fischerbooten den Weg zu den Robben bahnen, sagt Andreas Dinkelmeyer vom IFAW.
Auf Schautafeln und in Filmen vermittelt die Ausstellung die Lebensweise der Sattelrobben. Auch ein starker Knüppel mit Eisenhaken ist zu sehen das Instrument, mit dem die Fischer die Tiere erschlagen. Wer starke Nerven hat, kann auch einen Film abspielen, der zeigt, wie Männer auf die wehrlosen Robben auf dem Packeis einschlagen.
Museumsdirektor Dietmar Grote will mit der Ausstellung dazu beitragen, das Thema verstärkt in die Diskussion zu bringen. " Es ist eine politische Ausstellung", sagt er, " aber es ist möglich, auch diese heißen Eisen sachlich darzustellen, so wie die Sache eben nun mal ist."
Rotes Eis die kanadische Robbenjagd: Die Ausstellung ist vom 19. Dezember bis zum 24. März im Museum am Schölerberg zu sehen.

Bilduntertitel

Aufrüttel wollen Museumsleiter Dr. Dietmar Grote (links) und Andreas Dinkelmeyer mit der Ausstellung über die Robbenjagd im Museum am Schölerberg. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
klu


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