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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jetzt gibt′s für alle was aufs Dach
Zwischenüberschrift:
Eignet sich mein Haus für Solarstrom? – Die Antwort steht im Internet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin Osnabrück. Wenn Sie wissen wollen, ob Ihr Haus für eine Solarstromanlage geeignet ist, schauen Sie einfach mal im Internet nach. Es lohnt sich.
Ottmar Steffan hat es getan. Dass sein Haus am Richterskamp in der Weststadt für eine Sonnenenergienutzung geeignet sein könnte, hat er schon vorher geahnt. Das Dach ist schön groß und neigt sich exakt nach Süden. Was braucht man mehr?
Informationen: Wie geht das, was kostet das, lohnt sich das Ganze überhaupt? " Es gibt einen irrsinnigen Beratungsbedarf", sagt Ottmar Stephan aus eigener Erfahrung und diesen Bedarf will die Stadt mit dem Projekt " Sun Area" decken. Der Service ist bundesweit einmalig. Branchenkenner sagen sogar, ein solches Projekt gebe es in Europa kein zweites Mal.
Wer wissen will, wie sein Dach in der Solar-Hitliste steht, kann über die Homepage der Stadt (www.osnabrueck.de) in das Sun-Area-Programm gelangen. Bleiben wir beim Beispiel Ottmar Stephan: Er gibt den Straßennamen und die Hausnummer ein. Es erscheint ein Kartenausschnitt. Sein Haus ist mit einem Stern markiert und leuchtet rot. Das bedeutet: Das Dach ist " sehr gut" für eine Solaranlage geeignet. Nun gut, dass wusste der 46-Jährige ja schon vorher. Wichtig auch für den erfahrenen Energiesparer sind die weitergehenden Angaben über Wirtschaftlichkeit, Finanzierungsmöglichkeiten, etwaige Zuschussgeber und Beratungsmöglichkeiten.
Noch sind die Angaben allgemeiner Natur. Die Stadt will aber in einem Pilotprojekt ins Detail gehen und für ein noch zu definierendes Testgebiet in Osnabrück alle Eigentümer von " gut" oder " sehr gut" geeigneten Häusern über die Solartechnik kostenlos aufklären. Das Geld maximal 20 000 Euro wird zum großen Teil von Sponsoren zur Verfügung gestellt. Klar, dass die regionale Solarwirtschaft ein hohes Interesse an dem Projekt hat.
Sun-Area hat Prof. Dr. Martina Klärle von der Fachhochschule Osnabrück mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums entwickelt. Grundlage sind Daten, die aus der Luft gesammelt wurden. Die gesamte Oberfläche Osnabrücks ist so genau gescannt worden, dass jedes Dach hinsichtlich seiner Größe, Neigung und Ausrichtung haarklein erfasst werden konnte. Aber das Beste daran: Auch die jahreszeitlichen Veränderungen und die Beschattung durch Bäume, Nachbargebäude oder Schornsteine gehen in die Rechnung ein. Ein echter Datenschatz, über den bislang nur Osnabrück verfügt.
Für jedes Dach wurde ein solares Strompotenzial errechnet. Es gibt die " bedingt" geeigneten Häuser mit einer Nutzung von 75 bis 80 Prozent der möglichen Sonneneinstrahlung, die " guten" (81 bis 95 Prozent) und die " sehr guten". Damit ist es möglich, dass die Stadt gezielt an Eigentümer herantreten kann, deren Dächer optimal zur Solarstromerzeugung geeignet sind. Das Programm kann allerdings nicht klären, ob die Statik des Hauses ausreicht oder der Eigentümer überhaupt bereit ist zu investieren.
Ottmar Steffan jedenfalls ist bereit zu investieren, sobald der finanzielle Rahmen passt. Was Interessenten bräuchten, seien " seriöse Beratung" und " kompetente Kalkulation", sagt er. Dann werde schnell klar, dass die Solarnutzung nicht ideologisch gesteuert sei, sondern " dass sie sich rechnet".
www.osnabrueck.de

Bilduntertitel

Sehr gut geeignet für eine Solaranlage: das Haus von Ottmar Stephan. Die Bestätigung fand er im Internet unter www.osnabrueck.de Foto: Elvira Parton
Autor:
hin


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