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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Klimakiller Heizpilz verbieten?
Zwischenüberschrift:
SPD bringt Thema in den Rat
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
mac Osnabrück. Auf Bali beraten derzeit Umweltexperten und Politiker, wie sie die Welt vor einer Klimakatastrophe bewahren können. In Osnabrück heizen derweil immer mehr Terrassenpilze direkt den Treibhauseffekt an. Das will die SPD-Ratsfraktion nun unterbinden: In der Ratssitzung am 18. Dezember fragt sie an, ob sich die Wärmestrahler auf öffentlichem Boden verbieten lassen.
Das betrifft vor allem Gastbetriebe, die ihrer Kundschaft außerhalb des rauchfreien Gastraums ein warmes Plätzchen bieten wollen etwa auf dem Nikolaiort. Für die Nutzung von so mancher Fläche zahlen die Gastwirte hier eine Pacht an den Eigentümer, die Stadt. Über dieses Mietverhältnis könnte sich die Stadt also Einfluss beim Thema Terrassenstrahler verschaffen.
Das Thema Heizpilze kursiert bereits seit Wochen deutschlandweit durch den Medien ausgelöst durch die Debatte um das Nichtraucherschutzgesetz. Aus Gründen der Aktualität habe die SPD diesen Punkt denn auch in ihr Programm aufgenommen, sagt Fraktionsgeschäftsführer Heiko Schulze. Die Verwaltung solle das Thema nun bearbeiten und zunächst die Situation in Osnabrück sondieren. Sollte es Handlungsbedarf geben und die Rechtslage es zulassen, seien weitere Schritte denkbar wie etwa ein Verbot für Heizpilze auf städtischem Boden, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Ulrich Hus.
Wie ein Vergleich zeigt, sind die Osnabrücker im Pilz-Heizen aber eher zurückhaltend. Bei einem Spaziergang auf willkürlichem Wege durch die Innenstadt sind der Redaktion gestern 16 Terrassenstrahler aufgefallen. Nach Schätzung des Berliner Umweltsenats haben die Gastronomen dort etwa 5000 Pilze in Gebrauch.
Geht man also für ganz Osnabrück mit seinen etwa 165 000 Einwohnern von 40 Heizpilzen aus, gebraucht die Hasestadt lediglich ein Sechstel der Heizpilze, mit denen die 3, 4-Millionen-Metropole Berlin das Klima anheizt. Mit anderen Worten: In Osnabrück kommt ein Heizpilz auf 4125 Einwohner, in Berlin auf lediglich 680 Einwohner.
Und das, obwohl es in der Hauptstadt bislang noch kein Rauchverbot gibt. In Osnabrück geht es den Gastronomen mit den Heizpilzen freilich darum, die rauchende Kundschaft bei der Stange zu halten. " Aus Rauchersicht ist das natürlich noch mal was anderes. Aber vor dem Hintergrund der aktuellen Klimathematik besteht die absolute Notwendigkeit, Energie zu sparen", begründet Hus das Vorgehen seiner Fraktion. " Hier leisten wir uns etwas, wo sich jeder fragen muss, was daran vernünftig sein soll."

Bilduntertitel

Zimmertemperatur trotz winterlicher Witterung: Heizpilze spenden wohlige Wärme für Draußensitzer, verschmutzen aber die Luft mit viel Kohlendioxid. Foto: Gert Westdörp
Autor:
mac


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