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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Geburtsstunde der Stadt
Zwischenüberschrift:
Tagung zum 700. Jahrestag der Vereinigung von Alt- und Neustadt Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
fhv OSNABRÜCK. Wann Osnabrück gegründet wurde, wissen auch die Historiker nicht. Aber am 10. März des Jahres 1307 schlossen sich die beiden rechtlich vollkommen selbstständigen Gemeinden der Altstadt und der Neustadt von Osnabrück zusammen. Das ist deshalb auch die eigentliche Geburtsstunde der Stadt, die sich jetzt zum 700. Mal jährt.

Die beiden bis dahin unabhängigen Städte beschlossen freiwillig und mit beidseiti-ger Zustimmung, sich zu einer Stadt zusammenzuschließen, um so die Eintracht und Sicherheit der Bürger zu stärken. Zugleich blieben beide Städte in ihrer inneren Verwaltung selbstständig. Erst 1808 erfolgte auch die endgültige Vereinigung der städtischen Verwaltung.

Wie nur wenige Ereignisse der Stadtgeschichte wirkt dieser Akt vom 10. März 1307 bis heute fort: Der Grenzbereich zwischen den beiden Städten, der Neue Graben mit dem im 19. Jahrhundert angelegten Neumarkt, beispielsweise steht seit Jahrzehnten im Fokus der Osnabrücker Stadtplanung und hat noch immer keine endgültige Lösung gefunden.

In der Diskussion um den Neumarkt zeigt sich auch eine nach wie vor getrennte Wahrnehmung von Alt- und Neustadt. Dieses sozioökono-mische Ungleichgewicht geht von Anfang an zu Lasten der Neustadt und hat sich sogar in einer deutlich geringeren Berücksichtigung in der bisherigen archäologischen und historischen Forschung gezeigt.

Deshalb will der Arbeitskreis Stadtgeschichte im Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück sich in einer öffentlichen Tagung am kommenden Samstag, 10. März, ab 10.15 Uhr im Ratssitzungssaal des Osnabrücker Rathauses mit dem Verhältnis von Alt- und Neustadt, vor allem aber auch mit der Geschichte der Osnabrücker Neustadt beschäftigen.

Den ersten Vortrag hält um 10.45 Uhr nach der Begrüßung durch Birgit Kenne und Nicolas Rügge der Stadthistoriker Dr. Karsten Igel zum Verhältnis von Alt- und Neustadt Osnabrück vom Mittelalter bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Es folgen der Leiter der Stadt- und Kreisarchäologie Bodo Zehm (12 Uhr), der die bisherigen archäologischen Untersuchungen in der Neustadt vorstellt, und Dr. Hermann Queckenstedt vom Kulturforum Dom (12.45 Uhr), der die neustädtischen Armenstiftungen betrachtet.

Einen zweiten Vortragsblock eröffnet die Leiterin des Kulturgeschichtlichen Museums Dr. Eva Berger (14.30 Uhr) mit Reflexionen über die Grenzbereiche zwischen beiden Städten, während sich um 15.15 Uhr Rolf Spilker, Leiter des Museums Industriekultur, mit den Fotografien Rudolf Lichten-bergs aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der fotografischen Überlieferung zur Stadtgestalt der im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstörten Neustadt widmet. Der Neue-OZ-Redakteur Frank Henrichvark geht dann noch einmal auf die endlose Diskussion um den Neumarkt ein, die sich natürlich auch über die vergangenen Jahrzehnte in der Osnabrücker Presse niederschlug (16.15 Uhr). Der geplante Abendvortrag von Denkmalpfleger Bruno Switala über " Die Stadtgestalt der Neustadt - Wahrnehmung und Interpretation" fällt wegen Krankheit aus.

Das Herz der Neustadt schlägt auf der Johannisfreiheit. Denn die Stiftskirche war Keimzelle der vorstädtischen Siedlung, und im Neustädter Rathaus wurde diese Gemeinde bis ins Jahr 1808 verwaltet.

Foto Archiv / Gert Westdörp
Autor:
fhv


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