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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Insel im Gewerbegebiet
Zwischenüberschrift:
Am Piärkamp entstanden in den 50er Jahren Wohnhäuser
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Pferdeacker bedeutet der Name Piärkamp übersetzt. Doch von einem Acker ist dort nicht mehr viel zu erkennen. Seit den 50er Jahren gehört die Straße zu einer Wohnsiedlung. Foto: Michael Hehmann

Insel im Gewerbegebiet

Am Piärkamp entstanden in den 50er Jahren Wohnhäuser

OSNABRÜCK. Es gibt nicht nur Menschen, die Im Fledder arbeiten, sondern auch welche, die dort wohnen. Am Piärkamp etwa, von dem das heutige Luftbild einen Abschnitt zeigt, haben sich Osnabrücker ein Häuschen gebaut.

Nach einem Pferdeacker sieht die Straße zwar nicht aus. Doch muss der Name Piärkamp auf diese Weise übersetzt werden. Denn zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts gab es in dem sumpfigen Gebiet viele Pferdeweiden.

So kam es, dass 1932 ein Straftenname aus den Wort-twtMiuiti' jirn " Piär" (Pferd) und " Kamp" (Acker) entstand. Tatsächlich sind in der Straße aber keine Pferde mehr zu finden, sondern Wohnhäuser. Sie reihen sich nördlich und südlich am Piärkamp entlang. Auf dem Luftbild ist nur ein Teil der Straße und der Wohnhäuser mit ihm) (Jurten /. u sehen. Links im Bild kreuzt der Piärkamp die Ackerstraße, die von oben nach unten durch das Foto verläuft.

Im Hintergrund ist die grüne Wand einer Halle zu erkennen. Die steht auf dem Gelände des Karosseriebauers Karmann. Die meisten Anwohner haben sich in den 50er Jahren am Piärkamp niedergelassen. Typisch für diese Zeit sind die großen Gärten hinter den Häusern, die auf dem Luftbild deutlich zu erkennen sind.

Die Siedlung entstand unteranderen Bedingungen, als sie heute dort vorherrschen. Damals siedelten sich viele Flüchtlinge aus Osteuropa in dem Gebiet an, das damals noch nicht so stark vom Gewerbe gekennzeichnet war. Erst in den 70er Jahren kamen viele Unternehmen in den Stadtteil, östlich des Piärkamps entstand in den 90er Jahren ein Gewerbeareal. Dort hatte bis dahin das Freibad Wellmannsbrücke gestanden.

Heute liegen die Häuser auf einer Art Insel im Gewerbegebiet. Das hat Folgen. Anfang der 90er Jahre beklagten sich unter anderem Anwohner das Piärkamps über Dämpfe, die aus der Lackiererei von Karmann kamen und zu gesundheitlichen Beschwerden bei einigen Anwohnern führten.

Die Werksleitung von Karmann ließ daraufhin untersuchen, inwiefern Asthma, Husten und Kopfschmerzen Folgen dieser Lackdämpfe waren. 1999 begann Karmann mit dem Bau einer neuen Lackierstraße, die unter anderem eine Konsequenz aus diesen Beschwerden war. Auch den 75 Meter hohen Abluftkamin des Unternehmens, der weithin sichtbar und eine Art Wahrzeichen des Stadtteils gewor^ den ist, gibt es seitdem.

Auch dieses Motiv aus unserer Serie " Osnabrück aus der Luft betrachtet" ist in den Geschäftsstellen der Neuen OZ in der Großen Straße und am Breiten Gang erhältlich. Eine Aufnahme in der Größe 20x30 cm kostet 14 Euro, ein Abzug im Format 40x60 cm 26, 50 Euro.
Autor:
rei


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