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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Bahnfahrer mussten sich in Geduld üben
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Streik brachte Osnabrück aber kein großes Chaos
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Originaltext:
Bahnfahrer mussten sich in Geduld üben

Streik brachte Osnabrück aber kein großes Chaos

jb OSNABRÜCK. Fernzüge hatten deutlich Verspätung oder fuhren gar nicht, aber das befürchtete große Chaos blieb aus: Die Folgen des Bahn-Streiks gestern Morgen am Osnabrücker Hauptbahnhof hielten sich In Grenzen.

Am meisten Geduld müssen die Fahrgäste aufbringen, die von Osnabrück einen Zug in Richtung Berlin oder Amsterdam nehmen wollen. " 250 Minuten Verspätung" ist kurz nach Mittag auf der Anzeigentafel zu lesen, die einen InterCity nach Amsterdam ankündigt. Eine echte Geduldsprobe. Am frühen Morgen ist ein Zug ganz ausgefallen. Auf der Strecke von und nach Hamburg sind morgens einige Züge ebenfalls nicht gefahren. Bis zum Abend haben die Fernzüge immer noch Verspätung. " Das sind die Nachwirkungen des Streiks", erklärt eine Mitarbeiterin der Bahn, die Reisende im Hauptbahnhof berät. Einer, der gerade mit dem Koffer in Richtung Bahnsteig eilt, zuckt nur mit den Schultern: " Verspätungen sind bei der Bahn nun wirklich keine Seltenheit."

Während an einigen großen deutschen Bahnhöfen stellenweise gar nichts mehr läuft, bleibt das große Chaos in Osnabrück aus. Der Regionalverkehr ist schon vor dem Streikende um 9 Uhr wieder pünktlich unterwegs, sodass offenbar nur wenige Pendler als Alternative aufs Auto umsteigen: " Hier Ist genauso Viel los wie sonst auch", sagt eine Mitarbeiterin in einem Bahnhofsgeschäft. Hans-Jürgen Frohns, Sprecher der Bahn für die Region Nord, berichtet jedoch, " dass auch in Osnabrück weniger Reisende als sonst unterwegs waren". Ein Schwerpunkt des Streiks sei die Hasestadt jedoch nicht gewesen.

Die Reise in den Norden trat auch dieser IGE gestern mit Verspätung an. Foto: Michael Hehmann

Die Gruppe älterer Damen, die in der Bahnhofshalle steht, hat ein Gesprächsthema gefunden: Dürfen die Lokführer die Arbeit niederlegen? " Ich habe volles Verständnis. Sie haben eine so große Verantwortung, da haben sie mehr Geld verdient", sagt eine Dame.

" Aber müssen es gleich sieben Prozent mehr sein?", entgegnet ihr eine andere.

Die Seniorinnen machen sich um ihre Reise keine großen Gedanken. Sie wollen mit der NordWestBahn nach Wilhelmshaven fahren, und deren Züge haben so gut wie keine Verspätung. " Unsere Mitarbeiter streiken nicht" sagt Katrin Hof man n, Sprecherin der NordWestBahn. Weil Züge der Deutschen Bahn allerdings Gleise im Bremer Hauptbahnhof blockieren, muss die NordWestBahn einige ihrer Triebwagen umleiten.
Autor:
jb


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