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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Großmann an den Taten messen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief von Dr. Jürgen Großmann, " RWE investiert Milliarden in Ökostrom-Produktion" (Ausgabe vom 7. November) mit Bezug auf den Artikel " Wie kommt Ökostrom in meine Steckdose? Der Anteil regenerativ erzeugter Energie am Strommix soll bis 2013 auf 25 Prozent steigen" (Ausgabe vom 18. Oktober).
" Dass die RWE mit ihrem neuen Chef Dr. Großmann sich in Erneuerbaren Energien (EE) engagieren wollen, ist nur zu begrüßen. Dabei muss klar sein: Nur Ökostrom aus neuen Anlagen zählt wirklich. Strom aus den längst bestehenden Kraftwerken an Isar, Main und Donau bringt uns der Energiewende nicht wirklich näher. Den hatten wir schon immer, der ändert nichts. Was wir brauchen, sind immer neue Regenerativ-Anlagen, die immer mehr Ökostrom erzeugen, der immer mehr Dreckstrom verdrängt und immer billiger wird. Prognosen sagen, dass Windstrom schon 2014 mit dem Herstellungspreis von Egalstrom konkurrieren kann. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit seinem Umlagesystem ist also eine Investition in die sehr nahe Zukunft. Und zwar bei uns. Wenn Herr Großmann das EE-Geschäft national wie international′ ausbauen möchte, nützen die im Ausland investierten Milliarden leider nur den RWE-Aktionären, nicht aber uns. Davon würde Deutschland nicht erneuerbar. Nur das aber kann das Ziel sein, wenn wir das Klimaproblem bekämpfen, aus der Kernenergie aussteigen wollen und der Ölpreis auf 100 Dollar pro Fass ansteigt und mit ihm der Gaspreis. Als Antwort auf diese Entwicklung brauchen wir die Milliarden-Investitionen in die EE bei uns und nicht anderswo. Nun zu uns nach Osnabrück: Das Ökostrom-Programm der Stadtwerke ist zwar eine ehrliche Sache, es weist dem Regene-rativstrom in unserer Stadt aber von vornherein eine Nischenrolle zu: Wer möchte, kann ja zwei Cent mehr bezahlen, für einen guten Zweck. Was wir brauchen, ist aber, dass Ökostrom zum Normalstrom wird in Osnabrück, und dafür wünschen wir uns von den Stadtwerken ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz (unter anderem in ihrer Satzung) und viel mehr Aktivitäten im massiven Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, des Einspar-Contractings und der Erneuerbaren Energien. Dann kommen wir nämlich voran mit der Energiewende in Osnabrück. Und Herrn Großmann sollten wir bei seinem neuen Job genau auf die Finger schauen, ob er seinen Worten auch Taten folgen lässt und welche."

Bilduntertitel

Nur eine Wunschvorstellung? Ökostrom soll Normalstrom werden. Foto: AP
Autor:
Klaus Kuhnke


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