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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Von Kuchen, Krieg und Kolonialwaren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Geschichte der Firma Leysieffer begann am 1. April 1909: Damals eröffnete Konditormeister Ulrich Leysieffer mit seiner Frau Emilie ein Konditorei-Café in der Krahnstraße. Das Geschäft befand sich an der Stelle, an der heute die Sparkasse ihre Türen für Kunden öffnet. Hier wurde an nur sechs Tischen bedient.
Doch weder die Anzahl der Tische noch die Größe der Backstube reichten lange aus. Schon drei Jahre später zog das Unternehmen um an die Krahnstraße 41, wo die Familie das Grundstück erwarb. 1936 startete sie hier mit der Pralinenherstellung.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Geschäft geschlossen. Ursula Leysieffer arbeitete als Sekretärin in Budapest, um die Familie zu ernähren. Ihr Mann Karl, der Sohn des Gründers, buk bei einem Kollegen und verkaufte die Waren zwischenzeitlich im Kolonialwarenhandel seiner Schwiegermutter an der Iburger Straße/ Ecke Miquelstraße.
Nach einem Bombenangriff war das Geschäft in der Krahnstraße zerstört. Karl und Ursula Leysieffer bauten es wieder auf, die Wiedereröffnung feierten sie 1950. Im selben Jahr stellten sie die ersten " Himmlischen" her, zuerst hießen die Pralinen " Schweizer Sahnetrüffel". Der heutige Name kommt von einem Stammgast aus dem Bistum, der über die kleinen Gaumenfreuden " Die schmecken himmlisch!" geurteilt haben soll. 1972 lässt sich die Familie Leysieffer den Namen " Die Himmlischen" gesetzlich schützen.
1964 wurde die Backstube in die Marienstraße verlegt und es begann der Versandhandel. Zwei Jahre später starb Karl Leysieffer, seit 1969 arbeitet Axel Leysieffer im Unternehmen mit.
Produktion und Verwaltung zogen 1973 um nach Atter. 1993 stieg mit Jan Leysieffer die vierte Generation in die Firma ein, die im April dieses Jahres ein neues Verwaltungsgebäude an der Wersener Landstraße bezogen hat.
Doch nicht immer war die Firma erfolgreich. So musste ein Fisch- und Weinbistro, das Leysieffer auf Sylt betrieben hatte, nach kurzer Zeit wieder geschlossen werden.


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