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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Wärmepumpen: Böses Erwachen bei der Stromrechnung
Zwischenüberschrift:
Auch in Osnabrück sehen immer mehr Hauseigentümer die Erdwärme als Alternative zu Gas oder Öl
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
rll Osnabrück. Die steigenden Preise für Gas und Heizöl lassen manche Hauseigentümer mit der elektrischen Wärmepumpe liebäugeln. Etwa 20 solcher Anlagen sind in Osnabrück schon genehmigt, die Tendenz ist steigend. Fachleute warnen jedoch, das böse Erwachen komme mit der nächsten Stromrechnung.
Wärmepumpen nutzen meist die Temperatur des Grundwassers (konstant zwischen 8 und 10 Grad). Diese relative Wärme wird bis auf 35 oder 40 Grad verdichtet. Das reicht als Vorlauftemperatur für eine Fußbodenheizung, wie die Energiespezialistin Ute Fritsch-Riepe aus dem Fachbereich Umwelt vermerkt. Aber mit jedem Grad steige der Stromverbrauch.
Erdwärmegestützte elektrische Wärmepumpen seien im Grunde nicht zu empfehlen, sagt Detlef Gerdts, der Leiter des Fachbereichs Umwelt. Auch die Stadtwerke sprechen sich gegen diese Technologie aus, zudem gibt es keine Fördergelder aus dem Programm für erneuerbare Energien.
Das Umweltbundesamt rät von Wärmepumpen ab, solange sie vom Strom aus dem Netz angetrieben werden. Dann komme das CO2 eben nicht aus dem Heizungsbrenner, sondern aus dem Kraftwerksschlot, lautet die etwas verkürzte Begründung.
Eine Alternative sind Wärmepumpen, die mit Wind oder Solarstrom arbeiten. Oder mit Erdgas, wie die neue Heizung im Osnabrücker Dom. Solche Anlagen erreichten einen wesentlich höheren Wirkungsgrad, rechnet die Energiespezialistin Ute Fritsch-Riepe vom Fachbereich Umwelt aus. Für Einfamilienhäuser seien sie allerdings leider noch nicht erhältlich.
Die meisten Wärmepumpen werden mit Erdwärmesonden kombiniert. Bei den bisher genehmigten Anlagen wurden Tiefen zwischen 55 und 99 Meter erreicht. Warum nicht 100 Meter? Weil dann nicht mehr die Stadt zuständig ist, sondern das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie. In Osnabrück ist die Genehmigung leicht zu bekommen, es sei denn, die Sonde soll im Trinkwassergewinnungsgebiet niedergebracht werden, wie die Geologin Mareike Weinert vom Fachbereich Umwelt anmerkt. Solche Schutzgebiete gibt es zum Beispiel in Düstrup. Auch in diesen Zonen sind jedoch Ausnahmen möglich.
Informationen über die Nutzung von Wärmepumpen gibt es beim Fachbereich Umwelt der Stadt Osnabrück. Ansprechpartnerin für Energiefragen ist Ute Fritsch-Riepe, Telefon 323-24 69. Auskünfte zur Genehmigung einer Anlage erteilt Frank Schmidt, Telefon 323-20 3

Bilduntertitel

99 Meter tief sind die Löcher für die Erdwärmesonden, die vor einigen Tagen an der Ernst-Sievers-Straße gebohrt wurden. Foto: Jörn Martens
Autor:
rll


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