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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Moderne Öfen erfüllen Standards"
Zwischenüberschrift:
Teure Rußfilter: Branche beruhigt Kaminnutzer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin Osnabrück. Alte Kamine brauchen in Zukunft Rußfilter: Diese Ankündigung des Bundesumweltministeriums hat die Diskussion in der Feuerbranche angefacht und Kaminbesitzer aufgeschreckt. Zur Aufregung besteht aber kein Anlass, wie Befeuerungsfachmann Waldemar Rokossa sagt.
Das Umweltministerium hatte am Wochenende bestätigt, Grenzwerte für die Staub- und Kohlendioxidemissionen von privaten Feuerungsanlagen festzulegen. Kaminbesitzer sollen je nach Alter der Anlage bis mindestens 2014 Zeit bekommen, ihre Öfen mit Filtern nachzurüsten. Anlagen, die zwischen 1995 und 2008 gebaut wurden, müssen erst 2024 die strengen Werte einhalten. Die Meldung hatte vor allem die Kunden alarmiert, die gerade erst einen Ofen hatten einbauen lassen und jetzt befürchteten, ihn teuer nachrüsten zu müssen. Das Umweltministerium hatte die Kosten für den nachträglichen Filtereinbau auf 1200 Euro taxiert.
Waldemar Rokossa, Gründer und Chef von Camina Feuerungstechnik in Bissendorf, ist bemüht, die Diskussion abzukühlen und Kaminnutzer zu beruhigen. " Die modernen Öfen aus deutscher Produktion erfüllen die Standards nach der kommenden Bundesimmissionsschutzverordnung", sagt Rokossa. Er hat als Mitglied der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA) und des Industrieverbandes Haus, Heiz- und Küchentechnik (HKI) am Thema Feinstaubvermeidung mitgearbeitet.
Rokossa empfiehlt, beim Kauf eines Ofens unbedingt nach Emissionswerten und Wirkungsgrad zu fragen. Öfen, die die Anforderungen erfüllen, tragen das EFA-Qualitätssiegel. Anlagen mit diesem Siegel haben unbegrenzten Bestandsschutz.
15 Millionen mit Holz befeuerte Öfen und Heizungsanlagen gibt es nach Schätzungen des Umweltministeriums in Deutschland Tendenz steigend. Das Ministerium hat vor allem die Billig-Öfen aus den Baumärkten aufs Korn genommen.
Diese " Dreckschleudern" trügen erheblich zur Verunreinigung der Luft mit Feinstaub bei, so ein Ministeriumssprecher. 24 000 Tonnen Staub waren es den Angaben zufolge 2005, das ist mehr, als alle Dieselfahrzeuge zusammen in die Luft pusten.
Die Filtertechnik ist ausgereift und auf dem Markt verfügbar. " Elektrostatische Partikelabscheidung" heißt das Zauberwort. Die Staubpartikel werden aus dem Rauchgas abgesondert und weiter verbrannt. Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln mit einem Durchmesser von weniger als einem Hundertstelmillimeter. Das entspricht einem Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haares. Der Feinstaub dringt tief in die Lungen ein und kann unter anderem Krebs verursachen.
Autor:
hin


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