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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Überbleibsel einstigen Fortschritts
Zwischenüberschrift:
Das Straßenbahndepot
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Ein Osnabrück ohne Straßenbahn [. . .] wäre heute undenkbar", so stand es am 24. Januar 1931 im Osnabrücker Tageblatt. Damals feierte die " Elektrische" ihren 25. Geburtstag. Heute sind kaum noch Spuren dieses Verkehrsmittels in der Stadt zu finden. Bis auf eine: das Straßenbahndepot an der Lotter Straße.
Errichtet wurde das Straßenbahndepot an der Ecke zum Kirchenkamp im Jahr 1905 nach Entwürfen des damaligen Stadtbaumeisters Friedrich Lehmann. Nach nur acht Monaten Bauzeit waren das Dienstgebäude und die Wagenhalle startklar für den Betrieb.
Die Kosten hatten sich in niedrigen Grenzen gehalten: Das Bürogebäude, das auf den Fotos im Vordergrund zu sehen ist, kostete etwa 1200 Mark, das Gebäude für die Straßenbahnen links zu sehen schlug mit 68 000 Mark zu Buche.
Die Architektur des Komplexes sollte durch " deutsche Sachlichkeit" überzeugen. Das Dienstgebäude besteht im unteren Teil aus Bruchstein, in der ersten Etage aus Ziegelsteinen. Erker und ein holzverkleideter Giebel zieren die Fassade des Hauses, das früher mit Sprossenfenstern versehen war. Zu betreten ist es von der Hofseite aus. In seinem Inneren befanden sich Geschäftsräume und eine Dienstwohnung für den Wagenmeister. Später wurde das Gebäude durch einen Anbau vergrößert.
Die Wagenhalle stand auf einem Fundament aus Bruchstein und war aus Ziegelmauerwerk erbaut, überdacht war sie " mit eisernen Bindern und hölzernem Gespärre", heißt es in einem Erläuterungsbericht der Stadt zur Depotanlage. Die Halle maß 44 mal 17, 50 Meter und überdachte Werkstätten, Lager und Sozialräume sowie fünf Gleise für die Wagen. Die Schaffner genossen ihren Feierabend übrigens häufig in der " Depotschänke". Die Kneipe befand sich in dem Gebäude, in dem heute das " Nil" seine Türen für Gäste öffnet. Im März 1958 beschloss die Stadt Osnabrück das Aus des Straßenbahnbetriebes. Die letzte Bahn fuhr im Mai 1960. Das Straßenbahndepot funktionierten die Stadtwerke später in ein Busdepot um. Seit dies im Oktober 2005 an die Sandbachstraße verlegt wurde, steht das Gelände zumeist leer. Ab und zu wird es allerdings zum Parken von Autos oder für Feste der besonderen Art genutzt.

Fotountertitel

Drei Jahre alt ist das Dienstgebäude des Straßenbahndepots auf dieser Aufnahme, die Rudolf Lichtenberg im Jahr 1908 machte. Foto: Rudolf Lichtenberg, Museum Industriekultur

Mehrfach umgebaut wurde das Dienstgebäude des ehemaligen Straßenbahndepots seit seiner Errichtung im Jahr 1905. Heute steht das Haus leer. Foto: Jörn Martens

Errichtet wurde das Straßenbahndepot an der Ecke zum Kirchenkamp im Jahr 1905 nach Entwürfen des damaligen Stadtbaumeisters Friedrich Lehmann. Nach nur acht Monaten
Autor:
Marie-Luise Braun


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