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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kreuzgang im Kerzenlicht
Zwischenüberschrift:
Neue Beleuchtung, frisch verputzt und ein Zugang zum Museum
Originaltext:
jan Osnabrück. Im Mittelalter waren Kreuzgänge in erster Linie Funktionsbauten. Die Geistlichen konnten so trockenen Fußes zu den Versammlungsräumen oder in den Speisesaal gelangen. Heute laden Kreuzgänge in der Hektik der Stadt zur meditativen Versenkung ein. So auch der in Osnabrück, der für 400 000 Euro saniert wurde und zu den schönsten in Deutschland zählt.
Die Arbeiten hatten vor sieben Monaten als fünfter Bauabschnitt der großen Domrenovierung begonnen. Sie liefen parallel zum Umbau der Nebengebäude (siehe Bericht oben). Unter anderem wurde an der Südwestecke ein Zugang zum neuen Diözesanmuseum geschaffen. Eine alte Öffnung war hier zugemauert gewesen.
Während der Sanierung wurden Wand- und Gewölbeputz vollständig erneuert. Die Handwerker nutzten die Gelegenheit, neue Stromkabel zu verlegen. Alle Flächen wurden mit einer Kalkfarbe gestrichen, die eine intensive Leuchtkraft hat, wie Dombaumeister Nikolaus Lehmann sagt.
Dazu passt auch das neue Beleuchtungskonzept. An den Kapitellen wurden kleine Kupferröhren mit Leuchtstofflampen angebracht, die ein kerzenartiges Licht geben. Im Dunkeln fließt dieses Licht über das Gewölbe bis auf die andere Seite.
Der romanische Kreuzgang ist jetzt auch behindertengerecht zugänglich. Dafür wurde ein Teil tiefergelegt. Außerdem gibt es eine automatische Tür zum Dom. Dort wird der prächtige Schuppenbogen vom Fußboden aus angestrahlt.
Gründlich restauriert wurden auch die 13 Kreuzwegstationen und der Kalvarienberg im Innenhof. Der Bildhauer Heinrich Seling hatte die Skulpturen vor gut 100 Jahren aus weichem Sandstein geschaffen. Schmutz und Verwitterungsspuren wurden jetzt beseitigt.
Offiziell eingeweiht wird der sanierte Kreuzgang am ersten Adventssonntag. Nach dem Hochamt um 10 Uhr wird der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode diesen besonderen Ort auf einem Rundgang segnen. Die ältesten Teile des romanischen Kreuzganges stammen aus der Zeit nach 1100, Süd- und Westflügel wurden im 13. Jahrhundert erneuert.

Bilduntertitel

Ruhe mitten in der Stadt: Das bietet der Kreuzgang am Dom, der zu den schönsten in Deutschland zählt. Auch die Kreuzwegskulpturen wurden saniert. Foto: Jörn Martens
Autor:
jan


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