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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Initiative sauer über Absage der Parteien
Zwischenüberschrift:
Scharfe Bürgerkritik an Buslinien
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
swa Osnabrück. Während in der Küche des Schreberstübchens der Grünkohl auf kleiner Flamme köchelte, kochte der Volkszorn im Versammlungsraum der Kleingartenkneipe jetzt fast über. Die Anwohner der Berningshöhe sind nicht nur sauer über die veränderten Busverbindungen zu ihrem Wohngebiet. Dass sich die Ratsfraktionen und die Stadtwerke ihre Sorgen und Verbesserungsvorschläge gar nicht erst anhören wollten, bezeichnete Wolfgang Quade als " große Sauerei".
Mit den unzufriedenen Bürgervereinen Eversburg, Nahne und Schinkel hatten die Neustädter einen Vorschlag erarbeitet (s. Verbesserungsvorschlag), über den die Verantwortlichen im Rat derzeit aber nicht mit ihnen diskutieren wollten. Die gut 60 Teilnehmer der Versammlung, zu der der Bürgerverein Neustadt eingeladen hatte, gaben Schriftführer Quade recht: " Man darf uns nicht so auf dem Proppen sitzen lassen."
Was die Initiative völlig auf die Palme gebracht hatte, war die Art der Absage: Am 16. November hatte Stadtwerke-Verkehrsvorstand Dr. Stephan Rolfes mitgeteilt: " Wir haben großes Interesse daran, an dem Termin teilzunehmen." Wer kommen sollte, war noch unklar. Am Veranstaltungstag wurde gegen 9 Uhr auch der Name eines Abgesandten mitgeteilt. Vier Stunden später ging dann die E-Mail ein: " Wir nehmen Bezug auf den Beschluss des Verwaltungsausschusses vom 21. 11. 2007, dem wir uns anschließen. Nachdem konkrete Erfahrungswerte nicht vor Ablauf von sechs Monaten seit Einführung des neuen Fahrplans vorliegen, sind wir gerne zu Gesprächen bereit."
Konkrete Erfahrungswerte von Fahrgästen von der Berningshöhe hätten Politiker von SPD, CDU, FDP und Grünen aber im Schreberstübchen bekommen können. Denn Heinz Stucke hatte auf seine Fragebogenaktion zahlreiche Rückmeldungen bekommen. Lediglich 2, 4 Prozent der Befragten seien mit dem neuen Angebot zufrieden. Fast drei Viertel der berufstätigen Busnutzer wollen wieder auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Kritik übten viele an verlängerten Fahrzeiten. Hauptbahnhof, Geschäfte in der Südstadt, der Markt am Riedenbach, Ärzte, Apotheken, Kirche, Kneipe oder Kino seien schlechter zu erreichen. Diese Nachteile würden durch die bessere Erreichbarkeit des Finanzamtes nicht aufgewogen. Peter Jeda, 2. Vorsitzender des Bürgervereins und Geschäftsmann der Iburger Straße: " Wir spüren das." Die weniger mobilen Kunden müssten jetzt beliefert werden, einige bewirten ihre Kundschaft während der Wartezeiten im Laden.
Vor allem die Linie E 51 Berningshöhe–Rosenplatz sei als Energie- und Geldverschwendung kritisiert worden. 84 Prozent der Befragten nutzen sie nicht. Für Günter Wehmeier, Beirat im Bürgerverein Neustadt, sind derartige Reaktionen erklärlich: " Wenn man eine attraktive Linie nach 45 Jahren streicht, muss man sich über Reaktionen nicht wundern."

Bilduntertitel

Geld- und Energieverschwendung ist aus Sicht der kritischen Bürger die Buslinie E 51. Taktzeiten und Streckenführung seien so angelegt, dass keiner mitfahre. Foto: Gert Westdörp
Autor:
swa


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