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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrücks Dächer stecken voller Energie
Zwischenüberschrift:
Eine interaktive Stadtkarte verrät, an welchen Stellen sich eine Photovoltaikanlage lohnt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
rei Osnabrück. Welches Dach eignet sich als Fläche für eine Photovoltaikanlage? Das ist seit gestern auf einem mit der Fachhochschule entwickelten und deutschlandweit einmaligem Onlineportal der Stadt zu sehen.
Die Daten in dem Portal stammen aus dem Forschungsprojekt Sun-Area der Fachhochschule Osnabrück. Professor Martina Klärle und ihr Team haben mit einem Spezialflugzeug systematisch Laserscannerdaten des Stadtgebietes gesammelt und auf dieser Grundlage Form, Neigung, Ausrichtung und Verschattung der Dachflächen berechnet.
Mit wenigen Mausklicks lässt sich auf der interaktiven Karte herausfinden, auf welchem Dach wie viel Kilowattstunden Strom produziert werden können. Über die Eingabe von Straßenname und Hausnummer erscheint ein kleinerer Kartenausschnitt, an dessen Farben zu erkennen ist, wie gut eine Fläche geeignet ist. Rot bedeutet etwa, dass ein Standort besonders geeignet ist. Interessenten für eine Photovoltaikanlage können über das Portal gleich Kontakt zur Stadt aufnehmen.
Das Forschungsteam hat berechnet, dass sich 120 Quadratkilometer auf Osnabrücks Dächern als Fläche für Photovoltaikanlagen eignen würden. Osnabrück sei zwar eine Gegend, in der im deutschlandweiten Vergleich die Sonne " nicht so viel scheine", sagt Martina Klärle." Aber es lässt sich ausreichend Solarstrom erzeugen." Die Wissenschaftlerin geht davon aus, dass 70 Prozent des Strombedarfs der Osnabrücker Haushalte über Solarenergie gedeckt werden könnten. Dafür sei es nötig, ein Fünftel der Dachfläche mit Solarzellen zu bedecken. Auf diese Weise wäre es zudem möglich, 21 Tonnen CO2 im Jahr zu sparen. Bisher werden gerade mal 0, 06 Prozent des Osnabrücker Strombedarfs durch Solarenergie erzeugt (Stand 2006). Die Stadt hofft, mit Hilfe des Internetportals möglichst viele Haus- und Unternehmensbesitzer zu veranlassen, eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach zu installieren. Außerdem wolle die Stadt ein Wohn- und ein Gewerbegebiet als Testgebiet auswählen, in dem allen Hausbesitzern Beratungsgespräche angeboten würden, sagt Detlef Gerdts, Fachbereichsleiter Grün und Umwelt. " Wir wollen herausfinden, wie groß das Potenzial tatsächlich ist", so Gerdts. Finanziert wird der Versuch über Sponsoren. Wie weitere Investitionen in Solardächer finanziert werden, ist bisher nicht klar.
Insgesamt 70 000 Dächer
Insgesamt gibt es in Osnabrück rund 70 000 Dächer. Die Daten von 95 Prozent von ihnen sind im Internet abrufbar. Andere Flächen seien mit der Höhenmessung nicht zu erfassen gewesen, so Detlef Gerdts.
Das muss aber nicht bedeuten, dass sie für die Solartechnik nicht geeignet sind. Gebäudebesitzer, die trotz fehlender Daten Interesse an einer solchen Anlage haben, können sich direkt an die Stadtverwaltung wenden. Das Internetportal ist zu finden im Online-Angebot der Stadt unter der Adresse www.osnabrueck

Fotountertitel

Wenn hier die Sonne draufscheint, entsteht ein elektrischer Strom: Mit einer Photovoltaikanlage lässt sich Energie gewinnen. Foto: Jörn Martens
Autor:
rei


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