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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Haus, viele Geschäfte
Zwischenüberschrift:
Auf der Hasebrücke an der Georgstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Marie-Luise Braun Osnabrück. Eine Ruinenlandschaft war die Osnabrücker Innenstadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Das historische Foto zeigt den Blick von der Brücke an der Georgstraße über die Hase bis hin zur Herrenteichsstraße im Jahr 1945. Durch die Zerstörung des Hauses Georgstraße 7 wurde sogar die Sicht auf die Herz-Jesu-Kirche im Hintergrund frei.
Das Grundstück zwischen Fluss und Brücke hat eine wechselvolle Geschichte: 1893 erwarb Caroline Homann das Haus, das damals hier stand. Neun Jahre später ließ Carl Albert Stecke, Fabrikant für Patenthochherde, ein neues Gebäude errichten. Es wurde in dem Stil erbaut, der das Haus gegenüber ziert, in dem sich heute ein Stoffgeschäft befindet.
Ab 1919 nutzte ein Zahnarzt das Haus, von 1920 bis 1935 war es die Commerz- und Privatbank Hamburg, deren Tresor sich bis heute im Keller befindet. Bis zum Zweiten Weltkrieg vertrieb die Firma Vordemfelde/ Genck hier Büromöbel. Nach 1945 baute Charlotte Genck das Haus wieder auf und vermietete es. Seit 1999 ist es im Besitz der Familien Mohrbutter und Krause, die eine Anwaltssozietät bzw. ein Optik-Geschäft betreiben. Im Sommer öffnete im Erdgeschoss das " Cup& Cino".
Ihren Namen hat die Georgstraße von der St.-Georg-Kapelle, die sich einst an der Großen Straße Nr. 67 befunden hat. Im 12. Jahrhundert wurde sie das erste Mal erwähnt.
Die 1902 geweihte Herz-Jesu-Kirche ist im Hintergrund des alten Fotos zu sehen. Sie wurde im Krieg stark beschädigt erst 1954 konnte ein Richtkranz auf den neuen Dachstuhl gesetzt werden.
1986 verbreiterte die Stadt die Brücke über die Hase: Neun Betonträger von 16 Meter Länge und einem Gewicht von zehn Tonnen wurden dazu in das Erdreich eingelassen.
Das Holzgerüst vor dem Cup& Cino ist ein Bote der Weihnachtszeit: Am Freitag, 30. November, öffnet hier ein überdachter Märchenwald.

Fotountertitel

Von Ruinen geprägt war Osnabrück 1945. Auch das Haus Georgstraße 7 (rechts) war bis auf die erste Etage zerstört worden. Es gibt den Blick frei auf die Herz-Jesu-Kirche. Im Hintergrund links ist die Herrenteichsstraße zu sehen. Foto: Wido Spratte

Ein Wohn- und Geschäftshaus ist das Haus Georgstraße 7 heute. Neu eröffnet hat in diesem Sommer das Café im Erdgeschoss. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Marie-Luise Braun


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