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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das älteste erhaltene Grab auf dem Johannisfriedhof
Zwischenüberschrift:
Wegbereiter des Klassizismus: Canonicus Clemens Lipper
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Ernst Kosche
Osnabrück. Die beiden ersten Erbbegräbnisstellen an der Mauer des 1808 eingerichteten " Neustädter Todtenhofs" kaufte im selben Jahr der alte Canonicus des aufgehobenen Johannisstiftes für den damals hohen Preis von 20 Reichstalern. Nach seinem Tod am 25. Mai 1813 wurde er hier beigesetzt. Sein Grabmal dürfte das älteste heute noch erhaltene auf dem Johannisfriedhof sein.
Clemens Lipper (1742– 1813) stammte aus einer Münsteraner Beamtenfamilie, deren bekanntestes Mitglied sein älterer Bruder Wilhelm Ferdinand Lipper war, der als Nachfolger Johann Conrad Schlauns den Innenausbau des Münsteraner Schlosses vollendete.
Clemens Lipper wurde von seiner Familie für eine geistliche Karriere bestimmt. Er machte nach Abschluss seines Theologiestudiums die übliche Karriere eines katholischen Stiftsherrn in Westfalen und sammelte Pfründe. So war er Stiftsherr in Wildeshausen, am Alten Dom in Münster und seit 1768 an St. Johann in Osnabrück.
Lipper widmete sich der Architektur aus Liebhaberei, fertigte zahlreiche Pläne an, die jedoch kaum umgesetzt wurden.
Als er 1780 von der Osnabrücker Regierung aufgeforderte wurde, seine eingereichten Pläne für die neue Land- und Justizkanzlei durch Kostenvoranschläge zu ergänzen, musste er kleinlaut gestehen, dass er kein praktischer Baumeister sei und dass er die Preise der hiesigen Baumeister nicht kenne.
Lippers Bedeutung für Osnabrück liegt vor allem darin, dass er hier als Anreger für die Aufnahme des Klassizismus diente und die Verbindung der Osnabrücker Regierung zu seinem Bruder herstellte, dessen fachlicher Rat in architektonischen Fragen mehrfach eingeholt wurde. An den Canonicus erinnert ein Grabpfeiler, der aus einer sich nach oben verjüngenden Säule auf einem zweifach gestuften Sockel besteht. Auf der Säule steht eine große steinerne Urne. Vor dem Pfeiler liegt eine Inschrifttafel, deren Text kaum noch zu entziffern ist.
Der Förderkreis Hasefriedhof-Johannisfriedhof sammelt Spenden, um kulturgeschichtlich bedeutsame Grabmale zu restaurieren: Konto 18 010 bei der Sparkasse Osnabrück,
Bankleitzahl 265 501 05.
www.historische-friedhoefe-osnabrueck.de

Fotountertitel

Ein imposanter Grabpfeiler erinnert an Clemens Lipper: Auf einer sich nach oben verjüngenden Säule steht eine große steinerne Urne. Foto: Elvira Parton

Gräber erzählen Geschichte
Autor:
Ernst Kosche


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