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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Auch für Arsen im Wasser den passenden Filter
Zwischenüberschrift:
Weil entwickelt Filtersysteme für weltweiten Einsatz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
mac Osnabrück. Zur Begrüßung gibt es keinen Sekt, sondern Wasser. Hochfeines Tafelwasser mit dem Namen ea, um genauer zu sein. Im Restaurant kostet die Flasche 5 bis 10 Euro. Oberbürgermeister Boris Pistorius lässt es sich schmecken. Er ist zu Besuch bei Weil Industrieanlagen in Atterfeld, um das weltweit agierende Unternehmen näher kennenzulernen. Das produziert neben dem ea-Wasser vor allem Wasserfilter in der Fachsprache Umkehrosmoseanlagen genannt.
In Indien etwa filtern die Osnabrücker damit das Arsen aus dem kostbaren Nass, erklärt Firmengründer und Geschäftsführer Professor Gerhard Weil. Das Gift kommt auf dem Subkontinent von Natur aus vermehrt vor. Etwa 2 000 bis 3 000 Menschen sterben täglich in Indien an Arsenvergiftung, schildert Weil weiter. Schwarze Flecken an Händen und Füßen sind die Anzeichen dafür.
Kleine, einfach zu bedienende Anlagen von Weil säubern inzwischen an vielen Orten das Quellwasser. In ländlichen Gegenden etwa kämen die Frauen dann mit ihren Krügen auf dem Kopf zu den Filteranlagen und zapften ihre zehn Liter gefiltertes Wasser für den Tag ab, erzählt Gerhard Weil. In Deutschland seien etwa 40 Wasserkraftwerke mit einer Anlage zur Entarsenisierung ausgestattet.
Insgesamt beschäftigt die Firma 26 Mitarbeiter, fünf davon sind Ingenieure. " Eine beachtliche Zahl", meint der Oberbürgermeister anerkennend. Die fünf sorgen auch dafür, dass das Unternehmen nicht stehenbleibt. Sie entwickeln neue Produkte und suchen nach individuellen Lösungen für private oder öffentliche Auftraggeber. Die Osnabrücker Stadtwerke etwa haben Gerhard Weil und sein Team bei der Wasserenthärtung mittels Nanofiltration, also des Ausfiltern mittels Drucks etwa von Schwermetallen, beraten.
Als die Firma Q-Cells 2001 gegründet wurde, war Weil Industrieanlagen mit dabei: Sie entwickelte das Grundverfahren, um reinstes Wasser für den Solarzellenhersteller zu produzieren.
Außerdem bauten die Osnabrücker die größte existierende Reinstwasseranlage in Bitterfeld-Wolfen, wo Q-Cells seinen Hauptsitz hat. Seit 2006 hat Weil auch ein kleines Büro an dem ostdeutschen Produktionsort. Doch auch im Kleinen kommen die Produkte von Weil zum Einsatz. In einer Musterküche führte Gerhard Weil Boris Pistorius die verschiedenen Filteranlagen für den Heimgebrauch vor. Die Reinheit des Osnabrücker Leitungswassers wolle er mit seinen Produkten aber keineswegs infrage stellen, betonte Firmenchef Gerhard Weil. " Wir veredeln es nur und machen daraus ein Tafelwasser", erklärte er und prostete dem Oberbürgermeister mit seinem Glas zu.

Bilduntertitel:
Prosit auf sauberes Wasser: Oberbürgermeister Boris Pistorius (links) und Firmenchef Gerhard Weil. Foto: Elvira Parton
Autor:
mac


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