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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Von diesem Stein geht eine Mahnung aus
Zwischenüberschrift:
Volpersdorfer erinnern in Voxtrup an die Vertreibung aus ihrer Heimat
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hedi Osnabrück. Die Volpersdorfer Heimatgruppe hat in Voxtrup einen Gedenkstein aufgestellt, um an die Vertreibung 1946 und alle Opfer des Zweiten Weltkriegs zu erinnern. Im Beisein von rund 60 Gruppenmitgliedern und Gästen segneten Großdechant Franz Jung und Voxtrups Pfarrer Heiner Mühlhäuser am Sonntag nach einer Messe das Mahnmal auf dem Friedhof der Kirchengemeinde St. Antonius ein.
Die Gedenktafel wurde über Spenden finanziert. Der Zacken in der Mitte symbolisiere laut Jung die zerrissene Heimat. " Wir erinnern an die Vertreibung 1946 aus Volpersdorf und Köpprich/ Grafschaft Glatz, Schlesien, danken für die Aufnahme hier in der Region in schwerster Zeit, gedenken aller Opfer des Krieges, der Gewalt und der Vertreibung aus dem Deutschen Osten", lautet die Inschrift.
" Vom Stein geht eine Mahnung aus noch dann, wenn wir Zeitzeugen selbst schweigen: Solche Ereignisse wie der Zweite Weltkrieg und die Vertreibung darf es nie wieder geben", erläuterte Hermann Günzel, Vorsitzender der Heimatgruppe.
" Man darf Menschen nicht entwurzeln", betonte Jung in seiner Predigt. Angesichts des fortgeschrittenen Alters der Zeitzeugen, die 61 Jahre und älter sind, verwies der Großdechant aus Münster auf den christlichen Auftrag, " versöhnt zu sterben". Dass dies gelinge, sei auch ein Verdienst der Voxtruper. " Wir haben hier eine zweite Heimat gefunden", erklärten die Volpersdorfer einmütig. Sie dankten Pastor Mühlhäuser für die Unterstützung bei Aufstellung und Einweihung des Gedenksteins und die darauf abgestimmte Messe.
211 Volpersdorfer und Köppricher waren nach der Vertreibung aus ihrer niederschlesischen Heimat im März 1946 in Voxtrup gelandet. Daher haben die Volpersdorfer zu diesem Ort bis heute eine besondere Beziehung. Alle zwei Jahre hält die über ganz Deutschland verteilte Gruppe im Gasthaus Rahenkamp ein Heimattreffen ab.

Fotountertitel:

Auf dem Voxtruper Friedhof wurde gestern ein Gedenkstein eingeweiht, der an die Vertreibung der Volpersdoprfer 1946 erinnert. Foto: Egmont Seiler
Autor:
hedi


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