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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadttheater bald wieder mit Jugendstil-Giebel
Zwischenüberschrift:
Ein Bus wirbt für Denkmal-Projekt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Gelenkbus wirbt für den neuen Theater-Giebel: Vorgestellt wurde er jetzt durch (vorne von links) Statiker Johann Schlattner, Dietmar Neumann vom Förderverein, Klaus Golenia, Grafiker Peter Reinke. Foto: Hermann Pentermann
klu Osnabrück. Wer im Osnabrücker Verkehr einen Stadtbus an sich vorbeifahren sieht und sich plötzlich in die Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zurückversetzt glaubt, sieht ein Jugendstil entlehntes Dekor, mit dem für ein ehrgeiziges Projekt geworben werden soll: den Wiederaufbau des historischen Jugendstilgiebels am Stadtheater.
Energetische Strudel und Strahlenbündel in Blau-Weiß ziehen sich an den Flanken des Gelenkbusses entlang. Darmstadtmotiv werden diese Art Nouveau-Mäander genannt, erklärt Grafiker Peter Reinke, der den Entwurf gestaltet hat. " Das passt nämlich besonders gut zum Osnabrücker Jugendstil", betont Reinke. Geht es doch darum, mit diesem Bus für das Projekt des Fördervereins Jugendstilgiebel Werbung zu machen. Das vom Architekten- und Ingenieurverein angestoßene Projekt will dem Theater seine beiden Jugendstilgiebel über Bühnenhaus und nördlichen Treppenhäusern und dem Bau somit das Gepräge seiner Ursprungsfassung von 1909 zurückgeben.
" Wir sind froh, dass wir das Projekt unterstützen können", sagt Stephan Rolfes, Vorstand der Stadtwerke AG. " Der Verein erhofft sich, mit dem Bus einen gehörigen Schritt in Richtung öffentliche Werbung zu gehen und auf sich und auf die Baumaßnahme am Bühnenhaus aufmerksam zu machen", so Dietmar Neumann vom Förderverein. Rund 350 000 Euro wird es schätzungsweise brauchen, um dem Bau seine " Fin de Siècle"- Giebel zurückzugeben, etwa 145 000 Euro Spendengelder sind zugesagt. Aber die Zeit drängt, soll doch die Übergabe der fertigen Baumaßnahmen am 29. September 2009 zum 100-jährigen Theaterbestehen stattfinden.
Die auf Fernwirkung angelegten Giebel des nach einem Entwurf von Architekt Martin Dülfer gebauten Ensembles sind nicht durch Kriegseinwirkungen zerstört worden. Fotos belegen, dass die Giebel auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch vorhanden waren.
Wer den Jugendstil-Stadtbus an einer Haltestelle erwischt, kann sich nun schon mal die Giebel in einer Abbildung des Theaters von 1909 betrachten.
Autor:
klu


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