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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Was wäre wenn . . . . . . die Altstadt ein neues Gesicht bekäme?
Zwischenüberschrift:
Steve McGuire würde optische Reize schaffen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Was wäre wenn . . . . . . die Altstadt ein neues Gesicht bekäme?
Steve McGuire würde optische Reize schaffen
Leben will Steve McGuire in die Altstadt bringen. Foto: Uwe Lewandowski
Von Thomas Wübker
Osnabrück. Die Altstadt ist die Amüsiermeile der Osnabrücker. Sie hat aber seit Jahren ihr Gesicht nicht verändert. Ein neuer Anstrich könnte das Heger-Tor-Viertel reizvoller machen. Der Künstler und Visionär Steve McGuire hat sich darüber Gedanken gemacht.
Wer sich in dem Ambiente der neuen Markthalle wohlfühlt, hat dies auch Steve McGuire zu verdanken. Er hat das Gebäude von innen komplett gestaltet. Sein Geld verdient er als klassischer Wand- und Deckenmaler für Kunden in ganz Europa. " Wenn jemand einen Auszug der Sixtinischen Kapelle haben will, dann mache ich das", erklärt er. So mancher Osnabrücker Kneipengänger, der sich nicht in der Altstadt rumgetrieben hat, sondern in der Szenekneipe Trash an der Meller Straße, wird den gebürtigen Engländer als Kneipier kennen. Sein Lokal hat er so originell und witzig eingerichtet, dass er heute noch darauf angesprochen wird, obwohl er die Gastronomie längst hinter sich gelassen hat. Legendär sind die vielen Telefone und die Trockenhauben, die er im Trash unter die Decke nagelte und auf seine Gäste hängen ließ. In sich hineinlachend, erinnert Steve McGuire sich, wie er die vielen Telefone in einer Nacht-und-Nebel-Aktion beim Arbeitsamt in seinen alten VW-Käfer eingepackt hat, als die dort während einer Sanierung in große Mülltonnen geworfen wurden.
Bei dem Thema Umgestaltung der Altstadt wird Steve McGuire ernst. " Ich würde generell von unten nach oben arbeiten. Die Blicke der Menschen fangen gerade in engen Gassen unten an", sagt er. So würde der 41-Jährige Leucht-Systeme auf Solarbasis in den Boden einlassen, um eine Orientierung für Nachtschwärmer zu schaffen. An dieser " Linie" könnten Bummler durch die Altstadt geleitet werden. " Es fällt auf und macht neugierig", sagt er. Außerdem würde er die Altstadt begrünen. " Jetzt sieht es dort langweilig und tot aus." Steve McGuire erinnert sich gern an die Atmosphäre der Flohmärkte, die früher in der Altstadt stattgefunden haben. " Da war noch Leben in der Bude."
Die Altstadt sieht Steve McGuire als Mittelpunkt der Stadt, der ein Ziel für viele Menschen sein könnte. Dafür müssten sich zum Beispiel aber die vielen Galerien dort öffnen. " Es wäre kein schlechtes Schaufenster für Osnabrück, wenn auch die Künstler die Türen ihrer Ateliers öffnen." Überhaupt sollte mehr Leben auf der Straße stattfinden. " Die Altstadt ist ja kein Museum", lacht er. Das Leben auf den Straßen würde von Formen und Lichtspielen bedacht werden, spinnt Steve McGuire weiter. " In der Altstadt gibt es zu wenig Reizpunkte, die animieren, da irgendwo hinzugehen."
In anderen Städten ist ihm zudem aufgefallen, dass zwischen historischen Gebäuden oft moderne Architektur zu sehen ist. Das wäre ein Beispiel für die Osnabrücker Altstadt, meint SteveMcGuire: " Durch diesen Bruch kommt Lebendigkeit ins Spiel. Das zeigt auch, dass die Stadt mutig ist und nicht nach dem 08/ 15-Prinzip handelt."
Autor:
Thomas Wübker


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