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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zoo bekommt fünf Millionen Euro von der EU
Zwischenüberschrift:
Die "Erfolgsgeschichte" geht weiter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
dk Osnabrück. Im Zoo auf dem Schölerberg können die Sektkorken knallen. Gestern kam der Bescheid aus Hannover: Fünf Millionen Euro stellt das Land aus EU- und Landesmitteln für den Bau von Takamanda bereit. Die Freude ist groß, von einem Leben imÜberfluss aber sind Mensch und Tier auf dem Schölerberg trotz des Geldsegens weit entfernt.
Denn im Vergleich zu anderen bundesdeutschen Zoos ist die eigentliche Zuschussquote in Osnabrück mit sieben Prozent außerordentlich gering. Das heißt, dass der Kämmerer zum laufenden Geschäft des Zoos weitaus weniger aus dem Stadtsäckel beitragen muss als in anderen Städten. Zum Beispiel in Frankfurt. Hier gibt es jährlich 8, 6 Millionen Euro Zuschuss für die laufenden Kosten des Zoos, der zudem kleiner ist als der Osnabrücker Zoo.
In absoluten Zahlen beläuft sich die aktuelle Zuschussquote in Osnabrück auf 700 000 Euro. Davon sind lediglich 412 000 Euro tatsächlicher Zuschuss. Der Rest fließt in Kapitaldienste für einen Investitionskredit, für den die Stadt die Bürgschaftübernommen hat. Dieser etwa fünf Millionen Euro schwere Kredit stellt die vom Land verlangte Kofinanzierung zu den fünf Millionen Euro EU-Mitteln dar. Damit sind die Kosten für den Bau der neuen Takamanda-Anlage gedeckt.
Bei der Mehrzahl der deutschen Zoos stellt sich die Situation gänzlich anders dar. Zuschussquoten in Höhe von 50 Prozent sind hier eher die Regel als die Ausnahme. Darin enthalten sind nicht immer die Investitionskosten. Denn investieren müssen nahezu alle Zoos, um in der Publikumsgunst bei stetig steigendem Konkurrenzdruck wettbewerbsfähig zu bleiben.
Auch der Zoo Hannover wird in den kommenden Jahren kräftig investieren. Mit 31, 6 Millionen Euro schlägt das Projekt Yukon Bay zu Buche. Auch nach Hannover fließen EU-Gelder in Höhe von etwa zehn Millionen Euro, 12 Millionen Euro kommen von der Region Hannover. 4, 2 Millionen Euro für die neue Gastronomie muss diese selbst einspielen. Der Zoo ist dann noch mit 5, 4 Millionen Euro aus Eigenmitteln dabei. Mithin ungefähr derselben Summe, wie sie auch die Osnabrücker für ihr Projekt aufbringen müssen.
Förderer der afrikanischen Erlebniswelt Takamanda ist Ministerpräsident Christian Wulff, der sich für die Vergabe der EU- und Landesmittel nach Osnabrück starkgemacht hat. " Das Projekt wird eine Bereicherung für die Region und weit über diese Grenzen hinaus sein. Ich freue mich, dass in meiner Heimatstadt mit der Umsetzung nun begonnen werden kann", so Wulff.
Und das ohne dass der Kämmerer Karl-Josef Leyendecker sich schlaflose Nächte wegen der Finanzierung machen muss. Im Gegenteil: Durch die Kapitalisierung eines Teils des Jahreszuschusses verzichtete der Zoo im Gegenzug auf 50 000 Euro der bisherigen Förderung. Damit sei er " sehr zufrieden", sagt Leyendecker. " Der Zoo ist eine Erfolgsgeschichte, nicht nur mit Blick auf die Entwicklung im Bereich neuer Anlagen, sondern vor allem auch in der finanziellen Entwicklung", so Leyendecker. Es sei schon ein Erfolg gewesen, als der Zuschuss vor mehreren Jahren auf einem Niveau von 750 000 Euro eingefroren worden sei. Dass nun noch einmal 50 000 Euro als Konsolidierungsbeitrag für den klammen Haushalt geleistet wurden, freut den obersten Verwalter der städtischen Finanzen um so mehr.
Autor:
dk


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