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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hier wurden Lebensgeister geweckt
Zwischenüberschrift:
Das Hasetor-Kino war früher einmal ein Hotel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Marie-Luise Braun

OSNABRÜCK. Nicht nur an den beiden Kastanienbäumen im Vordergrund der Bilder der heutigen Zeitreise sind die vielen Jahre abzulesen, die zwischen den beiden Fotos vergangen sind. Die führen auf die Angers-Brücke. Von hier aus fällt der Blick in die Hasestraße.

Am Eingang der Straße bot August Steinhage mit seinem " Hotel Hasetor" Gästen ein Zuhause auf Zeit, im Erdgeschoss des Hauses mit der Nummer 71 befand sich damals eine Gaststätte, vor dem Haus wartete ein Verkaufskiosk auf Laufkundschaft.

Im Hintergrund stehen auf der Hasestraße einige Droschken. Über die Straßenbahngleise entlang der Straße ratterte seit Januar 1906 die Linie 2 der " Elektrischen". Fahrgäste konnten mit ihr vom Hasetorbahnhof über die Große Straße und die Johannisstraße bis hin zum Rosenplatz fahren.

Bis heute hat die Hasestraße etwas von ihrem damaligen Charakter erhalten, beispielsweise über die Fachwerkhäuser, die heute noch stehen.

Vor dem mit Jugendstilornamenten verzierten Eckhaus, das im Hintergrund des alten Fotos zu sehen ist, zweigt rechts die Lohstraße ab. Das Gebäude wurde 1908 fertiggestellt. 1983 wurde die Hasestraße ausgebaut. Sie erhielt eine neue Pflasterung und eine neue Beleuchtung.

Das Gebäude, in dem sich früher das Hotel Hasetor befand, steht auch heute noch. Die blau-gelbe Beschriftung des Fensters im ersten Stock weist auf einen der Mieter hin: Hier hat die Freie Demokratische Partei (FDP) ihren Sitz. Im Erdgeschoss öffnet die Kinokneipe " Achteinhalb" ihre Türen nicht nur für Nachtschwärmer.

Außerdem zeigen Hermann Thieken und Christian Saßnick im Filmtheater Hasetor bewegte Bilder. Eröffnet wurde das Kino am 21. Mai 1960 von Carl Conrady mit dem Film " Die Miserablen" mit Jean Gabin. In der Zeit des Kino-Niedergangs sollen hier zu nächtlicher Stunde auch " lebensgeisterweckende Filme" gezeigt worden sein, die sich wohl eher an ein männliches Publikum gerichtet haben. Im Februar 1981 wurde das Kino umgebaut und hatte anschließend statt 280 Plätzen noch 220 Sitze. 1986 übernahmen die heutigen Besitzer das Filmtheater und stellten es auf ein Filmkunst- und Programmkino um.

Die Mauer auf der rechten Bildhälfte begrenzt die Angersbrücke. 1983 wurden galerienartige Stege beidseitig an die Brücke gehängt, auf denen seither die Fußgänger die Hase überqueren.

Auf dem aktuellen Foto sind die Blätter der beiden Kastanienbäume wegen des Befalls mit der Miniermotte bereits herbstlich verfärbt.

Bilduntertitel:

Vor 1929 ist dieses Foto am Eingang der Hasestraße aufgenommen worden. Dominiert wird das Bild vom Hotel Hasetor. Foto: Otto Remmler

Das Hasetorkino, die Kneipe Achteinhalb und die FDP sind heute in dem gelben Gebäude zu finden. Foto: Jörn Martens
Autor:
Marie-Luise Braun


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