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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der Bauherr wollte es schön
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Die "hanseatische Stadtvilla" auf dem Westerberg
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Kleinbild
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Vorzeigeobjekt: Wilfried Ohnesorge und Werner Riehemann (rechts) vor dem ersten von vier Stadthäusern. Fotos: Jörn Martens

Der Bauherr wollte es schön

Die " hanseatische Stadtvilla" auf dem Westerberg

Von Frank Henrichvark

OSNABRÜCK. Qualität hat ihren Preis: Im Immobiliengeschäft gibt es im Grunde nur ein wertbestimmendes Argument - die Lage. Und da gilt der Westerberg in Osnabrück nach wie vor als das Nonplusultra. Hier leben nach einem umlaufenden spöttischen Wort " die, die es geschafft haben". Hier kostet der Quadratmeter Bauland dann auch schnell 500 Euro und mehr, der andernorts auch für die Hälfte zu haben wäre.

Vor mehr als 15 Jahren wurde die Osnabrücker Aktienbrauerei auf dem Westerberg platt gemacht. Am Edinghäuser Weg sicherten sich damals einige Investoren insgesamt etwa 10 000 Quadratmeter Bauland, die lange Jahre brach lagen. Erst im vergangenen Jahr kam so richtig Bewegung in die Sache: Der Bauherr Werner Riehemann aus Wallenhorst und sein Architekt Wilfried Ohnesorge legten ein Ensemble von vier " hanseatischen Stadtvillen" auf, deren Prototyp jetzt bezogen wird.

Ohnesorge hat für diese Stadtvilla mit vier Eigentumswohnungen zwei rechteckeige Baukörper mit einem eingezogenen Treppenhaus verbunden. Das obere Staffelgeschoss verfügt jeweils über eine Terrasse mit Pergola über die volle Frontbreite. Die variablen Grundrisse haben Flächen zwischen 123 und 175 Quadratmeter.

Alle Details dieses Bauprojekts variieren im Grunde nur das Wort " großzügig": Angefangen mit je zwei Einstellplätzen pro Wohnung in der Tiefgarage, dazu Bodenbeläge aus Schiffsbodenparkett (wahlweise amerikanische Kirsche oder Räuchereiche), deckenhohe Türen,

Designer Sanitär-Objekte, bis hin zu den 2, 90 Meter hohen Raumdecken. Die Fassadenverkleidung in Oberdorlaer Muschelkalkstein übrigens kommt aus Thüringen.

Noch einmal: Qualität hat ihren Preis. Und der liegt in diesem Fall bei 4000 Euro pro Quadratmeter. Für Osnabrück zumindest ist das eine bislang nicht erreichte Rekordmarke. Immobilienmakler sprechen hinter vorgehaltener Hand davon, selbst Preisvorstellungen knapp unter 3000 Euro für hochwertige Eigentumswohungen seien derzeit am Markt nur schwer durchzusetzen.

Riehemann und Ohnesorge berichten dagegen von einem " Rieseninteresse". Haus Nummer eins sei komplett verkauft, und für das Haus Nummer zwei gebe es konkrete Vorbuchungen, sodass nach den Sommerferien mit dem Bau begonnen werden könne. Ohnehin strahlt Bauherr Werner Riehemann, der sowohl als Immobilienkaufmann wie als Schinkenproduzent tätig ist, einen geradezu umwerfenden Optimismus aus: Anfangs habe er das Grundstück auf dem Westerberg nur als Kapitalanlage betrachtet, dann sei der Ehrgeiz erwachsen, " etwas richtig Schönes bauen zu wollen", sagt er und spricht scherzhaft sogar davon, sich hiermit selbst sein Denkmal zu setzen.

Aber warum musste Architekt Ohnesorge seinen Entwurf als " hanseatische" Stadtvillen ankündigen? Wasser ist doch hier oben nur in Form der " tiefen Quellen des Westerberges" vorhanden, wovon auch der benachbarte Wasserturm zeugt? " Nomen est omen", sagt Ohnesorge dazu vieldeutig: " Diese Häuser könnten doch gut an der Alster stehen."

Großzügige Ausstattung ist die Maxime: Blick ins eins der Badezimmer.

Vorzeigeobjekt: Wilfried Ohnesorge und Werner Riehemann (rechts) vor dem ersten von vier Stadthäusern.

Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Frank Henrichvark


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