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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schockierende Rechnung
Zwischenüberschrift:
Feinstaubbelastung in Osnabrück über den Grenzwerten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
fhv Osnabrück. Mehr als 1400 Tonnen Stickoxide und 120 Tonnen Feinstaub rieseln im Jahr über Osnabrück nieder: Dies ist die sicherlich schockierendste Erkenntnis aus der Modellrechnung, die von den Experten aus der Arbeitsgruppe Luftreinhaltung beim Umweltministerium in Hannover und beim Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim auf der Basis der beiden Messpunkte hochgerechnet worden ist.
Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Rolf-Dieter Mummenthey stellte jetzt ihre Hochrechnung und die daraus folgenden Prognosen dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vor. Alle relevanten Daten großflächiger Eintrag von Schadstoffen, Verkehrsbelastung, Feuerstätten für Hausbrand und Industrie, Bebauung sind eingeflossen und mit den Messdaten vom Schlosswall sowie aus der " Hintergrundstation" am Ziegenbrink kombiniert worden. So wurden Modelle für die Belastung durch Feinstaub und Stickoxide für das Stichjahr 2006 und eine Prognose für 2011 errechnet und in Karten umgesetzt.
Wichtigste Erkenntnis daraus: Die 57 Überschreitungstage im Jahr 2006 haben zwar den Automatismus in Gang gesetzt, waren aber kein Einzelphänomen. Nicht nur am Schlosswall, sondern auch an vielen anderen Stellen der Innenstadt sind die Grenzwerte für Feinstaub mit hoher Sicherheit (orange) oder sicher (rot) überschritten worden. Die roten und orangen Straßenabschnitte auf der Karte stellen dabei jeweils Straßenabschnitte dar, an denen " Straßenschluchten" vorhanden sind und Menschen sich dauerhaft aufhalten, wohnen oder arbeiten.
Die gelben Streckenabschnitte charakterisieren die Bereiche, wo nicht sicher ausgeschlossen werden kann, dass Überschreitungen vorliegen; grüne Abschnitte stellen kein Problem dar. Die Berechnung geht von eher durchschnittlichen Wetterlagen aus.
Ab 2010 wird es neben Feinstaub auch für Stickoxide einen Grenzwert geben. Auch dieser Jahresmittelwert wird in Osnabrück an sehr vielen Stellen überschritten. Im Wesentlichen ist dafür der Verkehr verantwortlich, während für Feinstaub auch der regionale Hintergrund durch Ferntransport oder Landwirtschaft eine wichtige Rolle spielt.
Die Stadt Osnabrück muss deshalb handeln: Um die Feinstaubwerte und die Stickstoffdioxidwerte nur an den Brennpunkten deutlich reduzieren zu können, ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen erforderlich. Das könne von der Nachrüstung städtischer Fahrzeuge, der Neubeschaffung und Nachrüstung von Bussen, über Lkw-Umleitungsstrecken, die Einrichtung einer Umweltzone bis zu Temporeduzierungen reichen, erläuterte Umwelt-Fachbereichsleiter Detlef Gerdts. " Insgesamt sind sicher mehr als 40 verschiedene Maßnahmen denkbar, die alle auf ihre Effektivität in Osnabrück geprüft und zum Teil dann vom Gewerbeaufsichtsamt in dem engen Zeitraum bis Oktober 2008 hochgerechnet werden müssen." Dies gelte insbesondere auch für die Frage, was eine Umweltzone bringen würde und ob sie verkehrstechnisch in Osnabrück umsetzbar wäre.
Der Maßnahmenplan soll nach 4 Monaten Bearbeitungszeit vorliegen und geht wenn der Ausschuss und der Rat zustimmen dann im Juni in die vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung. So könnten noch bis September 2008 die Auflagen aus Brüssel mit einem Luftreinhaltungs- und Aktionsplan erfüllt werden, betonte Gerdts.

Bilduntertitel:
Brennpunkte: Diese Hochrechnung zeigt jene Straßenabschnitte, an denen die Grenzwerte für Feinstaub sicher (rot) oder wahrscheinlich überschritten wurden. Quelle: Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim.
Autor:
fhv


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