User Online: 1 | Timeout: 16:49Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lebewesen, 300 Millionen Jahre alt
Zwischenüberschrift:
Ausstellung: Karbonfossilien
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hedi Osnabrück. Wer eintauchen möchte in eine Welt, in der Nebelschwaden über feuchte Sumpfmoore zogen und dichte Wälder die Sonne verdeckten, der sollte sich am Piesberg umschauen. Das Museum Industriekultur eröffnet am Sonntag um 11 Uhr die Sonderausstellung " Magie des Steinkohlenwaldes". Es werden 300 Millionen Jahre alte Pflanzenfossilien vom Piesberg gezeigt, der damals am Äquator lag.
Die Schau befasst sich mit dem Aussehen der Wälder sowie Tier- und Pflanzenvorkommen im Erdzeitalter Karbon. Das war vor 300 Millionen Jahren, als Europa sich noch auf der Höhe des Äquators befand.
Ausgestellt sind eine Fossiliensammlung des Piesbergs aus dem 19. Jahrhundert, detailgetreue historische Zeichnungen von Fossilfunden und dreidimensionale Rekonstruktionen damaliger Lebewesen, zum Beispiel Libellen. Auch ein lebendiger Tausendfüßer wird präsentiert. Eine Art, die damals in diesen Breitengraden bis zu zwei Meter groß werden konnte und heute etwas kleiner nur noch in Afrika vorkommt. Kinder und Schulklassen können in einem begleitenden Programm im Steinbruch selbst nach Funden forschen.
Die Fossilien von Schachtelhalmen, Farnen und großen Schuppenbäumen aus der Karbonzeit wurden im 19. Jahrhundert zufällig beim Kohleabbau entdeckt. So auch am Piesberg, der diese wertvollen Funde bis heute beinahe im wahrsten Sinne des Wortes " ausspuckt". Denn der Piesberg ist, geologisch betrachtet, ein nicht mehr ausgebrochener und erstarrter Vulkan mit noch vorhandener Magmakammer, wie die Ausstellungsmacher erklären. Einige Exponate wurden von Barbara Kahlert und ihrem Team erst vor wenigen Wochen gefunden.
" Wir haben das große Glück, dass in einer Laune der Erdgeschichte an einigen Stellen wie in Osnabrück und Ibbenbüren die Kohle punktuell hochgedrückt wurde", erklärt Museumsdirektor Rolf Spilker. So lasse sich am Piesberg die ganze Geschichte des Steinkohlebergbaus und der Pflanzenfossilien zeigen.
Die Ausstellung ist auch eine Stellprobe für das Forum Piesberg, den geplanten Anbau am Haseschachtgebäude. Spätestens im Jahr 2011 soll dort auf 700 Quadratmetern zusätzlicher Ausstellungsfläche facettenreich auf Industrie, Entstehung von Steinkohle und Pflanzenfossilien eingegangen werden. Dann wird die Ausstellung zum Steinkohlewald in den Neubau umziehen. Noch im Dezember dieses Jahres soll der Spatenstich erfolgen.Sonderausstellung " Magie des Steinkohlenwaldes" ab 21. Oktober, Museum Industriekultur Osnabrück, Haseschachtgebäude, Fürstenauer Weg 171. Öffnungszeiten, Infos und Anmeldung mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, Tel. 05 41/ 12 24 47.

Bilduntertitel:

Beeindruckende Fossilien: Ausstellungsorganisatorin Barbara Kahlert zeigt ein Exemplar, das im Museum Industriekultur ab Sonntag zu sehen ist. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
hedi


Anfang der Liste Ende der Liste