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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Warum nicht auf einer Insel wohnen?
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Architekten denken über Kasernen nach
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
dk Osnabrück. Was tun mit 170 Hektar Fläche, die mit dem Abzug der Briten in zum Teil bester Lage Osnabrücks frei werden? Antworten auf diese Frage haben die Osnabrücker Mitglieder des Bundes Deutscher Architekten (BDA) gesucht und gefunden. Die Ergebnisse ihres Workshops sind ab sofort drei Wochen lang in der Ausstellung " Die Briten gehen was dann?" im Rathaus zu besichtigen.
25 Fachleute trafen sich im Juni, um intensiv über eine Nachnutzung von zwei der insgesamt vier Kasernengelände nachzudenken, die bis spätestens 2009 geräumt sein sollen. Aufgeteilt in zwei Gruppen, erarbeiteten sie jeweils zwei Ideenskizzen zu den Quebec-Barracks in Eversburg und den Roberts-Barracks im Hafen. Die Ergebnisse stellt die Neue OZ heute und in der Montagsausgabe vor.
Es sei ein Novum gewesen, so der Vorsitzende der Osnabrücker BDA-Bezirksgruppe, Wilhelm Pörtner, dass Mitarbeiter verschiedener Architekturbüros, die ansonsten eher um Aufträge konkurrieren, gemeinsam arbeiten. Man habe zeigen wollen, dass die für die Stadt einmalige Aufgabe der Konversion auch mit Hilfe der Architekten vor Ort gestemmt werden könne.
Oberbürgermeister Boris Pistorius bedankte sich bei der Ausstellungseröffnung für den Einsatz der Architekten, die den Ansatz und die Aufforderung der Stadt, dass sich weite Teile der Bürgerschaft am Thema Konversion beteiligen sollen, in die Tat umgesetzt hätten. Die vier Ideenskizzen böten interessante Ansätze, so Pistorius.
Und in der Tat was die Damen und Herren, die sich für ihren Workshop noch Fachkräfte aus den Bereichen Stadtplanung und Landschaftsarchitektur ins Boot holten, zum Beispiel für die Quebec-Barracks in Eversburg entwickelten, schafft durchaus neue Perspektiven. Am gefälligsten erscheint hier das Thema " Wohnen auf der Insel". Im ersten Arbeitsgang sollen die vorhandenen Gebäude bis auf einige wenige, wie zum Beispiel die relativ neue Sporthalle, abgerissen werden. Auf der nunmehr kahlen Fläche platzieren die Planer Wohninseln, die zumindest teilweise von der vorhandenen Infrastruktur aus erschlossen werden könnten. Der charmante Vorteil dieser Vorgehensweise: Das 37 Hektar große Gelände könnte nach und nach erschlossen werden. Die noch nicht genutzten Flächen böten sich zur Begrünung und zur übergangsweisen landwirtschaftlichen Nutzung an. Es entstünde so kein Verwertungsdruck bei gleichzeitig sinnvoller Zwischennutzung. Vom Prinzip ähnlich, nur in der Form strenger, wäre das ebenfalls thematisierte " Wohnen im Hain". Auch hier dominiert die inselartige Zug-um-Zug-Bebauung, allerdings in rechteckiger Variante der einzelnen Quartiere.
Die zweite Idee für diese Fläche zwischen Landwehrstraße, Eisenbahn und Autobahnzubringer sieht eine sportliche Nutzung vor. Überschrift: " Vision Europäisches Sportforum Osnabrück." Strategischer Grundgedanke ist hierbei, eine unverwechselbare Nutzung zu schaffen, die Strahlkraft gegebenenfalls für eine gesamte Metropolregion Osnabrück, Münster, Bielefeld und darüber hinaus entwickelt. Der Sportgedanke liegt nahe, da der Kern, nämlich aus dem Stand nutzbare Sportanlagen inklusive Sporthalle und Sportplätze, bereits vorhanden ist. Sporthotel, Jugendtrainingslager, große Sportarena alles ist denkbar, wenngleich wohl nicht so leicht umsetzbar. Aber die Gedanken sind bekanntlich frei, und nichts wird die Stadt bei 170 Hektar frei werdenden Flächen mehr brauchen als Gedankenspiele, die einen Weg in die Zukunft aufzeigen.
" Die Briten gehen was dann?" Ausstellung im Empfangssaal des Rathauses, montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr, sonntags von 10 bis 16 Uhr.

Bilduntertitel
Insellagen im Grünen ist eine Idee des BDA-Workshops im Juni.

Schwerpunkt Sport: Leistungs- und Breitensport in Kombination als Architekten-Vision für die Quebec-Barracks.
Autor:
dk


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