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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wie kam es zum Dammbruch?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zeitzeugen haben den Dammbruch in Pye mit einem Vulkanausbruch verglichen. Der Schlamm, der sich in die Siedlung ergoss, ist ein Abfallprodukt aus der Steinbrecheranlage. Dabei wer-
den die feineren Staubpartikel mit Wasser gebunden und fortgespült. Noch heute gibt es Schlammteiche am Piesberg, durch modernere Verfahren fällt aber nicht mehr so viel Schlamm an wie vor 50 Jahren. Außerdem sind sie weiter von der Wohnsiedlung entfernt.
Der Schlammteich oberhalb der Lechtinger Straße entstand schon in der Zeit des Ersten Weltkrieges. Zeitzeugen berichten, er sei immer weiter aufgeschüttet worden und möglicherweise nicht von Anfang an standsicher angelegt worden. Dieser These widersprechen aber die Sachverständigen, die das Unglück im Herbst 1957 untersuchten.
Der Kölner Dammbauspezialist Strauß schrieb in seinem Gutachten, es sei zu einem Böschungsrutsch gekommen, " wo-
bei der Damm sich in Richtung auf das eingestürzte Haus in Bewegung gesetzt hat. Der Abfluss der Schlammmassen ist dann die sekundäre Folge des vorhergegangenen Böschungsrutsches". Dass es so weit kam, erklärte sich der Gutachter mit einer starken Durchfeuchtung der oberen Dammzone. Offenbar hatte es im Sommer und Frühherbst starke Regenfälle gegeben. Sie führten außerdem dazu, dass sich im oberen Teil des Schlammteichs mehr und mehr Wasser ansammelte, das ebenfalls die Böschung durchfeuchtete. Darauf wies ein zweiter Gutachter hin, Prof. Dr. Strecker von der Technischen Hochschule Hannover.
So habe sich im Damm Sickerwasser gestaut und zur Bildung von sogenannten Wassersäcken geführt. Darunter versteht der Fachmann mit Wasser angereichertes Material innerhalb des Damms. Dieses eingelagerte Wasser verringerte den Rutschwiderstand. So war der Damm dem starken Druck aus dem Schlammteich nicht mehr gewachsen.


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