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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Neue Ära für den Tierschutz-Verein Osnabrück beginnt
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Eine Zäsur in seiner weit über hundertjährigen Geschichte hat der 1875 gegründete Tierschutzverein für Osnabrück und Umgebung jetzt vollzogen: Die Mitgliederversammlung hat die Gründung einer eigenen " Stiftung Tierschutz Osnabrück und Umgebung" beschlossen. Diese Stiftung soll das Vereinsvermögen verwalten, vermehren und die Erträge dem Verein für seine Arbeit wieder zur Verfügung stellen.
Ein ungewöhnlicher Schritt für einen eingetragenen Verein, der aber vor dem Hintergrund der von staatlicher Seite durchaus gewollten Förderung des Stiftungsgedankens auch seine fiskalische Berechtigung hat: Immerhin seien auch in Zukunft Erbschaften oder Zustiftungen denkbar, so erklärte der Tierschutz-Vorsitzende Wolfgang Herkt. Und für diesen Fall müsse der Verein vorsorgen und die geeigneten Instrumente bereithalten: " Stiftungszweck sind insbesondere der Erhalt und die Führung des Tierheims in Hellern."
Herkt stellte dann auch den Vereinsmitgliedern ausführlich die Satzung der neuen gemeinnützigen Stiftung vor. Deren Geschäfte werden von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Die " strategischen Grundsatzentscheidungen" trifft dagegen künftig ein zehnköpfiges Kuratorium, besetzt mit dem Tier- und Naturschutz verbundenen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
Darunter sollen sein: zwei Mitglieder des Osnabrücker Tierschutzvereins, der Staatssekretär des auch für Tierschutzbelange zuständigen niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, der für den Veterinärdienst zuständige Dezernent beim Landkreis und der Umweltdezernent bei der Stadt Osnabrück, der jeweilige Leiter der Osnabrücker Artenschutz-Betreuungsstation und der Präsident des Landgerichts sowie weitere Persönlichkeiten aus der Wirtschaft. Dieses Kuratorium tritt als Garant für den Stiftungszweck auf.
Bei der Abstimmung gab es dann einen beeindruckenden Vertrauensbeweis für den Initiator dieser Stiftungsidee: Die erforderlichen Abstimmungen über die Errichtung der Stiftung sowie über das Mandat für den Kuratoriumsvorsitzenden Wolfgang Herkt verliefen einstimmig ohne Enthaltungen.
Ebenfalls einstimmig wurde dann auch André Knapheide für das berufsbedingt ausscheidende Vorstandsmitglied Felix Osterheider berufen.
Verhältnisse wie im Zentralkomitee der KP Chinas, so könnte man meinen, hätte es nicht wenigstens einmal einen Abweichler gegeben: Mit einer Gegenstimme wurde als letzter Punkt der Tagesordnung beschlossen, die nächste Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins für Osnabrück und Umgebung erst im Frühjahr 2008 abzuhalten. Bis dahin dürfte das Stiftungsgeschäft abgeschlossen sein. Und dann soll ein neuer Vereinsvorstand gewählt werden.
Autor:
fhv


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